München – Sadio Mané (30) landete am Dienstag gegen 11.25 Uhr in der bayerischen Landeshauptstadt – und der FC Bayern machte aus der Ankunft des 32-Millionen-Euro-Transfers ein kleines Staatsgeheimnis. Per Sondergenehmigung ging es für den Abhol-Trupp des deutschen Rekordmeisters auf das Rollfeld am General-Aviation-Terminal. Der Fuhrpark wurde anschließend so platziert, um vor neugierigen Blicken auf den Privatjet C68A zu schützen. Problem: Der Pilot pfiff auf die erhoffte Parkposition und so konnten die Fotografen und Kameramänner Manés erste Schritte auf bayerischen Boden im Bild festhalten.
Danach ging es für den senegalesischen Superstar und seine Entourage zum Medizincheck ins Krankenhaus Barmherzige Brüder in Neuhausen/Nymphenburg. Dort fanden sämtliche kardiologische Untersuchungen (Herz, Lunge, etc.) statt. Um 12.12 betrat Mané das Gebäude und staunte nicht schlecht, als er seinen langjährigen Freund und senegalesischen Journalisten Mahmoud Gueye (28) sah. „Mahmoud, Du bist überall“, sagte der gut gelaunte Mané. Zwischenzeitlich mussten ihm noch seine weißen Turnschuhe gebracht werden, die er im Kofferraum vergessen hatte.
Während der Nationalspieler untersucht wurde, nahm die Mané-Mania vor der Klinik langsam Fahrt auf. Einige Autogrammjäger hatten von der Ankunft Wind bekommen und versammelten sich im Vorhof. Unter ihnen war auch Sady Badara, der ursprünglich aus dem Senegal kommt und jetzt in München lebt. „Ich bin eigentlich AS-Rom-Fan. Aber wegen des Transfers von Sadio Mané unterstütze ich jetzt den FC Bayern“, erzählte er.
Um 13.49 Uhr kam Mané wieder aus dem Gebäude und präsentierte sich zum ersten Mal im roten Trainingsshirt mit dem Logo des FC Bayern auf der Brust. Nach einem kurzen Händeschütteln mit Klub-Internist Professor Doktor Roland Schmid verließ der Neu-Münchner das Krankenhaus und nahm sich Zeit für die Fans, schrieb Autogramme und machte Selfies. Ein besonderer Moment für Badara, mit dem Sané mit der Senegal-Flagge posierte.
Und weil es sich bei dem Angreifer um einen Neuzugang der Kategorie Königstransfer handelt, ließen sich die Vereinsbosse nicht lumpen und luden im Anschluss zum gemeinsamen Mittagessen im Restaurant auf der Dachterrasse des Fünfsternehotels Mandarin Oriental. Gegen 15.30 Uhr verließ Vorstandschef Oliver Kahn (52) das Hotel. Ein Statement wollte der ehemalige Welttorhüter zwar nicht abgegeben, aber auf unsere Nachfrage, ob es denn nett mit Mané gewesen sei, reckte Kahn den Daumen nach oben. Dafür sprach Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45): „Der erste Tag ist gut gelaufen. Sadio fühlt sich wohl, seine engsten Freunde und Berater sind ebenfalls da. Wir freuen uns und sind alle stolz darauf, dass wir so einen großen Spieler und Weltstar nach München holen konnten.“
Der Spieler gab bis zur voraussichtlichen Vorstellung an diesem Mittwoch nur vereinzelt Statements, denn Mané hat seinem Ex-Arbeitgeber FC Liverpool ein Abschiedsinterview für den hauseigenen TV-Sender gegeben, um sich stilvoll von Teamkollegen, Mitarbeitern und Fans zu verabschieden. Immerhin: Mit Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (34) gab es bereits Gespräche. In den Unterhaltungen teilte Nagelsmann seinem neuen Star mit, dass er mit ihm sowohl als Sturmspitze als auch auf dem Flügel plant.