Über die Eintracht nach Katar

von Redaktion

Götze zurück in der Bundesliga – und bald auch im DFB-Team?

Frankfurt am Main – Vielleicht wird sich Mario Götze an die berühmten Worte Joachim Löws erinnern, wenn er künftig für Eintracht Frankfurt aufläuft. Nur geht es diesmal nicht darum, der Welt zu zeigen, dass er besser als Lionel Messi sei: Medien, Experten und wohl auch Götze selbst wollen wissen, ob der WM-Finaltorschütze von 2014 noch auf der größten aller Bühnen glänzen kann.

Genau das gilt es nach dem am Dienstagabend bestätigten Wechsel von Eindhoven zum Europa-League-Sieger zu beweisen. Endlich spielt Götze, 30, der für drei Jahre unterschrieb, wieder in der Königsklasse. „Ich habe mir immer auf die Fahne geschrieben, dass ich unbedingt die Champions League gewinnen möchte“, hatte der frühere Bayern-Profi der Sports Illustrated gesagt. Dass dies mit Frankfurt gelingt, darf bezweifelt werden, aber das ist auch nicht der Punkt.

Götze sieht in der Eintracht, die nur drei Millionen Ablöse zahlen muss, den nächsten Schritt auf dem Weg zurück. Zurück nach oben. Dafür machte er Zugeständnisse, entschied sich wohl gegen möglicherweise noch bessere Konditionen bei Benfica Lissabon und für rund drei Millionen Euro Sockelgehalt in Hessen. Götze, der mit seiner Frau Ann-Kathrin und seinem Sohn Rome in Düsseldorf lebt, erkannte die Gelegenheit. Mindestens sechs Spiele in der Königsklasse, regelmäßige Spielzeit in der Liga: Er wird auch auf dem Radar von Bundestrainer Hansi Flick wieder sichtbarer werden. Klar, das Offensiv-Angebot um Serge Gnabry, Kai Havertz, Thomas Müller und andere ist riesig, aber vielleicht reicht es mit Top-Leistungen in der Champions League ja trotzdem für die Katar-WM im Winter (21. November bis 18. Dezember). Rund viereinhalb Jahre ist Götzes letztes Länderspiel her, während der 13. Juli 2014 Ewigkeiten zurückzuliegen scheint.

Diese 113. Minute, dieser Moment, als er für eine Ballberührung wirklich besser als Messi war – und Deutschland in Rio de Janeiro zum Weltmeistertitel schoss. Jener glückselige Augenblick wog im Nachhinein so tonnenschwer, dass die Erwartungen ihn zeitweise erdrückten.  sid

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