Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat die hohen Prämienzahlungen im Männerfußball kritisiert. In einem Interview des RedaktionsNetzwerks Deutschland sagte die 54-Jährige, „dass das, was im Männerfußball passiert, einfach überdimensioniert ist. Das sind Bereiche, die der normale Fan nicht mehr nachvollziehen kann.“ Gleichzeitig machte die Nationaltrainerin einen Vorschlag: „Beim Männerfußball weniger und bei uns vielleicht ein bisschen mehr.“ Bei einem Erfolg in England soll jede Spielerin der DFB-Auswahl 60 000 Euro bekommen – so viel wie nie zuvor. Doch die Diskrepanz zu den Männern, die für einen EM-Sieg im vergangenen Sommer 400 000 Euro pro Kopf erhalten hätten, ist immer noch gewaltig. Auf lange Sicht sieht Voss-Tecklenburg auch den europäischen und den Weltverband in der Pflicht: „Der Auftrag an die FIFA und die UEFA ist, dass es irgendwann ein Prämiensystem gibt, wo es für alle gleich ist – das würden wir uns wünschen.“