Voss turnt souverän zum Mehrkampf-Titel

von Redaktion

22-Jährige überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin – Storl siegt, aber verpasst WM- und EM-Norm

Berlin – Jubelfäuste und hochgerissene Arme: Als die letzten Töne des Queen-Klassikers „The Show must go on“ verklungen waren, durfte sich Sarah Voss nach ihrer Bodenkür bereits als Turnkönigin von Berlin fühlen. Die 22-Jährige aus Köln holte sich bei den deutschen Meisterschaften im Rahmen der „Finals“ zum zweiten Mal nach 2019 den Titel im Mehrkampf.

„Meine Freude ist riesengroß, dabei habe ich noch gar nicht alles ausgepackt. Ich bin jetzt schon sehr zufrieden, egal, ob am Wochenende noch weitere Medaillen dazukommen“, sagte die neue Titelträgerin am ZDF-Mikrofon.

Konzentriert bis in die Haarspitzen setzte die Studentin vom ersten Gerät an die Maßstäbe. Und sie profitierte davon, dass Hauptkonkurrentin Kim Bui aus Stuttgart am Stufenbarren einmal mit den Händen den oberen Holm verfehlte und stürzte.

Dennoch reichte es für die 33 Jahre alte „Queen Mum“ des deutschen Kunstturnens hinter Voss zum zweiten Platz. Rang drei sicherte sich vor den Augen des neuen Bundestrainers Gerben Wiersma die Chemnitzerin Emma Malewski.

Der frühere Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat mit seiner bisher größten Weite in diesem Jahr seinen insgesamt zehnten deutschen Meistertitel geholt. Der Leipziger siegte am Freitag vor dem Brandenburger Tor in Berlin überlegen mit 20,32 Metern. Zur WM-Norm fehlten Storl aber noch fast 80 Zentimeter, zur EM-Norm ein guter halber Meter. Simon Bayer aus Sindelfingen kam mit 19,94 Metern auf den zweiten Rang.

Dritter wurde Titelverteidiger Dennis Lukas aus Idar-Oberstein mit 19,39 Metern. Storl zog trotz seiner Saisonbestweite ein gemischtes Fazit. „Wie die ganze Saison schon, schwer heute“, sagte der 31-Jährige über seinen Wettkampf.

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