Silverstone – Der Heiligenschein der Formel 1 – in Silverstone strahlte er am Sonntag wieder besonders hell! Beim Großbritannien-GP und dem Horror-Crash von Guanyu Zhou entschied der Halo (auf deutsch: Heiligenschein) mal wieder über Leben und Tod. Zhou sieht im einst umstrittenen Cockpitschutz, der seit 2018 Pflicht ist, seinen Lebensretter. „Der Halo hat mich gerettet“, sagte der Chinese und meldete sich fit für das nächste Rennen am Sonntag („Wir sehen uns in Österreich“). Geschützt von dem sieben Kilogramm schweren Titanring überstand Zhou die beängstigende Kopfüber-Rutschpartie über Asphalt und Kiesbett und den Aufprall im Zaun ohne größere Blessuren. „Ohne Halo wäre er nicht mehr dabei. Da hat er viel Glück gehabt“, sagte Weltmeister Max Verstappen nach Ansicht des Unfallvideos.
Seit seiner Einführung verhinderte der Halo, der rund zwölf Tonnen Gewicht aushalten muss, bereits mehrere Katastrophen. 2018 landete Fernando Alonso mit seinem McLaren auf dem Halo-Bügel von Charles Leclerc. Im selben Jahr schützte er Marcus Ericsson nach einem Überschlag. 2021 rasierte Verstappen mit dem rechten Hinterrad den Cockpitschutz von Lewis Hamilton – ohne Halo wären beide „Unfallopfer“ wohl mit voller Wucht am Kopf getroffen worden. Auch der Crash von Romain Grosjean 2020 in Bahrain wäre schlimmer ausgegangen. jo