Zurück unter dem Zeltdach

von Redaktion

REGIONALLIGA Kurz vor Torschluss: Türkgücü meldet Olympiastadion als Ausweichspielstätte für den Neuanfang

München – Aufatmen bei Türkgücü München. Am Dienstag lief die Frist für die Einreichung aller nötigen Unterlagen ab. Erst, wenn der Bayerische Fußball-Verband (BFV) diese absegnet, können die Perlacher in der kommenden Saison in der Regionalliga starten. Jetzt steht die neue Heimstätte fest: Das Münchner Olympiastadion springt überraschend wieder einmal ein. Türkgücü darf in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga antreten.

Somit findet all das Bangen um die Stadionfrage, die den Ex-Konkurs-Klub über die letzten Monate in Atem gehalten hatte, ein versöhnliches Ende. Zur Erinnerung: Nach dem Zwangsabstieg aus der 3. Liga und der vorerst erfolgreichen Bewerbung für die Regionalliga hatte Türkgücü neben dem Grünwalder Stadion, in dem bis zu zwölf Heimspiele ausgetragen werden dürfen, sich zuerst in Fürstenfeldbruck nach einer dringend benötigten Ausweichspielstätte umgesehen. Als diese Option in der vergangenen Woche allerdings wegfiel – nicht zuletzt aufgrund der Provinzposse zwischen Bürgermeister Erich Raff und Jakob Ettner, Präsident des SC Fürstenfeldbruck, – drohte das Projekt Neuanfang zu scheitern.

Dann stand das Hans-Bayer-Stadion im Münchner Vorort Lohhof zur Debatte. Doch nach anfänglichem Optimismus flatterte auch aus Lohhof eine Absage bei Türkgücü ein. Die Begründung: Es mangelte an Zufahrts- und Fluchtwegen. Nun, in letzter Minute, also doch noch die Rettung. Wie bereits in der 3. Liga trägt der Verein seine Heimspiele wieder im Olympiastadion aus.

Dabei dürfte aber die Kulisse erneut zum Problem werden. Nur wenige Tausend Zuschauer fanden zu Drittliga-Zeiten die Wege in die altehrwürdige Spielstätte. In der Regionalliga werden es wohl kaum mehr werden. Gleichzeitig ist das „Oly“ sicher nicht die günstigste Option. Aufgrund der Ligazugehörigkeit wird es nicht einer geringeren Pacht für das Stadion kommen. „Die Konditionen sind marktkonform“, teilte ein Sprecher der Betreibergesellschaft des Olympiastadions, der Olympiapark München GmbH, auf unsere Anfrage mit. „Die Stadion hat seine Größe und seine Kosten“, heißt es weiter.

Auf den ersten Blick ein Risiko. Im März hatte das Fußballunternehmen Insolvenz anmelden müssen. Alle ausbleibenden Heimspiele wurden abgesagt – Einnahmen, die der Betreiber-Gesellschaft fehlten. Damit sich so etwas nicht wiederholt, „sind gewisse Sicherheiten in den Vertrag eingebaut“, erklärt der Sprecher daher. So soll sichergestellt werden, dass das Geld auch garantiert fließt. Vor allem den Spielern und dem Trainerteam um Alper Kayabunar dürfte all das aber herzlich egal sein: Sie haben nun endlich Klarheit und können sich voll und ganz aufs Sportliche konzentrieren.  vfi, jals

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