München – Beinahe unbemerkt schlichen am Montagabend zwei Herrschaften des FC Bayern durch den Seiteneingang des General-Aviation-Terminals am Münchner Flughafen. Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) und sein Technischer Direktor Marco Neppe (35) nutzten den Trubel rund um die Ankunft von Matthijs de Ligt (22), um gemeinsam mit Dr. Michael Gerlinger, Chef-Justiziar und Vize-Präsident Sports Business and Competitions, in einen Privatjet in Richtung Paris zu steigen.
Von dort aus ging es am Dienstag weiter nach Rennes, um den Wechsel von Frankreich-Juwel Mathys Tel (17) von Stades Rennes voranzutreiben. Zwei Angebote hatten die Münchner den Franzosen bereits unterbreitet. Nun hat Bayern ein drittes abgegeben.
In Washington äußerte sich derweil Vorstandschef Oliver Kahn (52) zum hochveranlagten Nachwuchsstürmer: „Was die Offensive anbelangt, haben wir so viele Möglichkeiten. Wir müssen schauen, dass wir jetzt nicht überziehen. Das muss alles sinnvoll sein. Tel ist ein hochinteressanter Spieler, den wir schon länger beobachten. Er ist ein superstarkes Talent.“
Natürlich ist der Wechsel auch eine Frage des Geldes. Problem: Nach Informationen unserer Zeitung haben die Verantwortlichen von Stades Rennes den Kaderplanern des deutschen Rekordmeisters noch keinen konkreten Kaufpreis für den Kapitän der französischen U17-Nationalmannschaft genannt.
Das Startgebot von sieben Millionen Euro plus Boni in Höhe von zehn Millionen sei deutlich erhöht worden. Der zweite Vorschlag hatte dem Vernehmen nach einen fixen Betrag von rund 18 Millionen Euro vorgesehen, der durch mögliche Nachzahlungen auf bis zu 22,5 Millionen Euro ansteigen könnte.
An der Säbener Straße soll man bereit sein, inklusive Prämien mehr als 25 Millionen zu zahlen. Branchen-Insider gehen davon aus, dass Rennes 40 Millionen fordert.
Der Club ist nicht unter Druck, da der Stürmer noch bis 2024 unter Vertrag steht. Versuche, ihn zu einer Verlängerung zu bewegen, scheiterten laut L’Equipe allerdings daran, dass Tel gerne nach München wechseln möchte und dies auch so kommuniziert hat. bok, pk, jo