Erstes Pflichtspiel seit Kriegsbeginn

von Redaktion

Am Samstag tritt Kiew zur Champions-League-Quali in Polen an

Lodz – Während in der Heimat weiter der Krieg tobt, steht Ukraines Rekordmeister Dynamo Kiew vor seinem ersten Pflichtspiel seit 221 Tagen. Am Mittwoch (20 Uhr MESZ) ist der ukrainische Rekordmeister in Polen in der zweiten Runde der Qualifikation zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul erstmals seit Kriegsbeginn wieder gefordert.

Dabei möchte das Team auch für sein Land siegen. „Selbstverständlich unterstützen wir unsere Soldaten und die bewaffneten Streitkräfte in der Ukraine“, erklärte Kiews Verteidiger Oleksandr Syrota vor der Partie: „Wir sind nur hier, weil sie es ermöglichen. Sie leisten großartige Arbeit. Wir hoffen, dass wir für sie gewinnen werden.“ Ausgetragen wird das Hinspiel wegen der unsicheren Lage rund um Kiew im Miejski-Stadion im polnischen Lodz. Das Rückspiel steigt dann eine Woche später in der Türkei.

Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei trotz der Umstände gut, „denn wir spielen Champions League“, sagte der 22 Jahre alte Abwehrspieler und drückte seine Vorfreude aus: „Wir haben uns darauf vorbereitet und ich denke, dass wir zu hundert Prozent bereit sein werden.“ Die Pflichtspiel-Premiere in der Champions League soll dabei nur der Anfang für den ukrainischen Fußball sein. Plänen zufolge soll die Liga trotz der anhaltenden Kriegsattacken am 23. August wieder beginnen. Kiew hatte sich seit Kriegsbeginn und dem damit verbundenen Abbruch der Liga mit einigen Test- und Benefizspielen wie – beispielsweise im April bei Borussia Dortmund – fit gehalten. sid

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