Hodenkrebs: Es trifft eher jüngere Männer

von Redaktion

Hodenkrebs wird oft unterschätzt – weil er in der Regel lange Zeit keine Schmerzen verursacht: An dieser vergleichsweise seltenen Tumorart erkranken jährlich etwa 4200 Männer. Anders als bei den allermeisten Krebsarten trifft er vor allem junge Patienten zwischen 25 und 45 Jahren, das mittlere Erkrankungsalter liegt laut Robert-Koch-Institut bei 37 Jahren.

„Im Ultraschall lässt sich ein Hodentumor relativ schnell und sicher erkennen“, sagt der Chefurologe des Münchners Isarklinikums, Professor David Schilling. „Aber die entscheidende Maßnahme zur Früherkennung ist die Selbstuntersuchung.“

So solle man seine Hoden regelmäßig auf harte, knotige Veränderungen abtasten – am besten unter der Dusche oder in der Badewanne, wenn sich der Hodensack in einer entspannten Lage befindet. „Wer einen Knoten ertastet, der sollte keine Scham haben, zum Urologen zu gehen – und zwar möglichst rasch. Denn ein Hodentumor kann innerhalb weniger Wochen stark wachsen“, mahnt Schilling.

Wenn der Tumor früh entdeckt wird und noch keine Lymphknoten befallen sind, hat der Patient sehr gute Heilungschancen – auch dank stark verbesserter Chemotherapien.  bez

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