IM BLICKPUNKT

Jetlag-Strapazen in Washington

von Redaktion

Eine Woche USA. Was nach einer schönen kurzen Tour klingt, ist für die Bayern-Stars auch eine große Belastung. Vor allem aufgrund des sechsstündigen Zeitunterschieds zwischen dem aktuellen Aufenthaltsort Washington D.C. und München. Im zweiten Stopp Green Bay sind es sogar sieben Stunden. „Die Reise war schon anstrengend“, gab Kapitän Manuel Neuer (36, Foto: dpa/Kneffel)) nach der Ankunft am Montagabend zu. „Wir hängen alle ein bisschen durch.“ Wenn es nach dem Torwart gegangen wäre, hätte er die Reise etwas anders geplant. „Ich wäre nicht komplett in die amerikanische Zeitzone rübergegangen. Ich wäre einfach drei Stunden rübergegangen und hätte versucht, dass der deutschen Zeit eher anzupassen, damit wir im Rhythmus bleiben. Dann hätten wir auch in Hinblick auf das Leipzig-Spiel nicht so eine große Umstellung“, so Neuer mit Blick auf den Supercup am 30. Juli.

Wie können die Bayern trotz Jetlag-Gefahr das Optimale aus ihrem Körper rausholen? „Das Allerwichtigste ist, schnell in einen gleichen Tag-/Nacht-Rhythmus zu kommen“, sagt der Sportwissenschaftler Matthias Blankenburg. „Die Verschiebung des Biorhythmus ist für so eine Reise die größte Belastung in Kombination mit dem Training und Wettkampf.“ Am Dienstag trainierte die Mannschaft zweimal, am Abend standen noch Marketingtermine auf dem Programm. Vorstands-Boss Oliver Kahn (53) sieht es nicht so dramatisch. „Andere Klubs sind noch viel mehr unterwegs. Deswegen glaube ich nicht, dass eine Woche eine Überbelastung für die Spieler ist“, befand der Ex-Torhüter. „Sie können hier gut trainieren.“  pk

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