Österreich hofft auf ein neues Cordoba

von Redaktion

Fußballfieber der Frauen wegen: Hans Krankl und das ganze Land laufen heiß

London/Wien – Hans Krankl ist jetzt schon ganz narrisch. „Ich werde vor dem Fernseher die Daumen drücken und dann hoffentlich wie Edi Finger mitjubeln“, versprach das österreichische Fußball-Idol den Alpen-Kickerinnen seine volle Unterstützung für das brisante EM-Duell gegen Deutschland: „Ich bin zuversichtlich, dass Brentford unser zweites Cordoba wird. Ich glaube an unsere Damen – wir gewinnen 3:2.“

Krankl, Cordoba, 3:2, Finger – mehr Stichworte braucht es nicht, um ganz Österreich heiß auf das Viertelfinale gegen den großen Nachbarn am Donnerstag in London-Brentford (21.00 Uhr/ARD und DAZN) zu machen. Schließlich sparen auch die Medien nicht mit Erinnerungen an den Sieg der Männer bei der WM 1978 in Argentinien gegen Deutschland, den beiden Krankl-Toren und dem legendären „I wer’ narrisch“ von Radioreporter Finger. Und wenn es nach Krankl geht, werden die Deutschen eine erneute Schmach erleben. „Die Frauen habe die große Chance, Geschichte zu schreiben, es uns nachzumachen. Ganz Österreich fiebert mit ihnen mit“, sagt der 69-Jährige.

An ihre Chance glauben auch die Spielerinnen. „Es ist ein bisschen David gegen Goliath. Wir wollen selbstbewusst auftreten und versuchen, sie zu ärgern – und unseren Lauf bei diesem Turnier fortsetzen“, sagt Mittelfeldspielerin Sarah Zadrazil. „Ich kann noch nichts versprechen, aber sollten wir wirklich die Überraschung schaffen, dann steht schon wieder eine Party auf dem Plan.“ Dazu käme sicher auch ein wenig Häme in Richtung der deutschen Clubkolleginnen. Schließlich stehen neben Zadrazil (FC Bayern) noch zwölf weitere Spielerinnen aus dem Kader von Teamchefin Irene Fuhrmann bei Bundesligisten unter Vertrag.

„Ich habe sie alle megagern. Es freut mich irrsinnig, dass es so gut für sie gelaufen ist“, sagte Zadrazil mit Blick auf die Bekannten in der deutschen Auswahl: „Aber im nächsten Spiel muss es nicht ganz so gut laufen. Für die 90 Minuten kämpft man mal gegen sie.“ So sieht es auch Carina Wenninger (FC Bayern): „Da wird sich nicht viel geschenkt.“  sid

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