Verspätung im Flüchtlings-Flieger

von Redaktion

Der FC Bayern hat seine PR-Tour in Übersee gestartet

Washington – Mia san endlich in Amerika. Mit knapp über eineinhalb Stunden Verspätung hob der Bayern-Tross am Montagnachmittag von München nach Washington D.C. ab. Auffällig: der „No War“-Aufkleber an der Seite der Boeing 787 Dreamliner. Ein starkes Statement gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Mit dieser Maschine des privaten Schweizer Luftfahrtunternehmens Comlux, das sich auf Charterreisen spezialisiert hat, wurden bereits ukrainische Kriegsflüchtlinge in Sicherheit gebracht. Nun transportierte das Flugzeug die Bayern-Stars sicher über den großen Teich – allerdings ohne Multimedia-Angebot wie sonst auf Langstreckenflügen üblich. Zur Belustigung wurde den Reisenden geraten, vorab Filme oder Serien auf ihre mobilen Geräte herunterzuladen. So verging die neuneinhalbstündige Reise über den Wolken dann doch wie im Flug. Um 18.15 Uhr landeten die Bayern nach achteineinhalb Stunden sicher in der US-Hauptstadt. Ursprünglich war die Ankunft für 17 Uhr geplant.

Kurios: Die Verspätung war gleichzeitig ein Glücksfall, da eine Stunde zuvor ein heftiges Gewitter über Washington tobte und deshalb Flieger teilweise nach New York City umgeleitet werden mussten. Bei den Münchnern ging zum Glück alles glatt – und so ging es nach dem obligatorischen Einreiseprozess direkt ins Mannschaftshotel The Ritz-Carlton im Zentrum. Dort warteten bereits zahlreiche Fans auf Thomas Müller (32) & Co. Nach den Reisestrapazen nahmen sich die Bayern-Stars noch ein paar Minuten geduldig Zeit für Fotos und Autogramme. Besonders gefragter: Sadio Mané (30), der für eine fixe Ablöse von 32 Millionen Euro von Premier-League-Klub FC Liverpool verpflichtet werden konnte.

„Washington ist eine besondere Stadt“, schwärmte Kapitän Manuel Neuer (36), der zeitnah einen „Spaziergang“ durch die Stadt geplant hat. „Ich war im Sommerurlaub in New York City und ein bisschen in Florida unterwegs. Washington hatte ich sowieso immer geplant. Je nachdem wie viel Freizeit wir haben, lohnt es sich sicherlich auch kulturell, das ein oder andere anzuschauen.“

Am Dienstag blieb kaum Zeit dafür. Coach Julian Nagelsmann (34), der mit seinem Trainerteam morgens durch die Stadt joggte, setzte zwei Einheiten an. Vormittags stand das erste Training auf dem Programm, um 17 Uhr das zweite im Audi Field. Am Mittwoch (19.30 Uhr Ortszeit) wartet dort der erste Test gegen D.C. United auf Neuer und seine Kollegen, die am Dienstag nach dem Abendessen Marketingtermine wahrnahmen. Auch für die Bayern-Bosse stehen in Washington wichtige Termine auf dem Programm. Präsident Herbert Hainer (68) und Vorstands-Boss Oliver Kahn (53) eröffneten am Dienstagabend die Wanderausstellung „verehrt – verfolgt – vergessen“ im Kapitol.

PHILIPP KESSLER

UND MANUEL BONKE

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