Der Medaillen-Hamster

von Redaktion

Brendel will auch in München abräumen

Berlin – Seine WM-Medaillen Nummer 22, 23, und 24 kommentierte Sebastian Brendel ganz nüchtern. Lächelnd posierte er im Trainingsanzug vor dem Lake Banook, im Hintergrund die kanadische Flagge, in der rechten Hand Gold, Silber und Bronze. „Erfolgreiches WM-Wochenende in Halifax“, schrieb Brendel in seiner Instagram-Story dazu.

Business as usual für den Kanu-König – und es muss ja auch schnell weitergehen, schon in der kommenden Woche steht schließlich der nächste Höhepunkt an: Bei der Heim-EM in München (18. bis 21. August) sollen die nächsten Medaillen her.

In Kanada absolvierte Brendel vier Strecken an fünf Tagen: Dieses Mammutprogramm mündete am Sonntag in 1000-m-Gold mit Tim Hecker (Berlin), mit dem er tags zuvor noch über die künftig olympischen 500 m am Podest vorbei gepaddelt war. Dazu gab es Mixed-Silber mit Sophie Koch (Karlsruhe) und Bronze über die 5000 m. Neben Brendel glänzte das gesamte Team des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) ein Jahr vor der Heim-WM in Duisburg mit 14 Podestplatzierungen und Rang eins im Medaillenspiegel.

Dem dreimaligen Canadier-Olympiasieger Brendel machte das hohe Pensum rund um seinen 13. WM-Titel offenbar wenig aus. „Wenn Du gewinnst, tut es nie wirklich weh. Da lässt sich gut vom Adrenalin ziehen“, sagte er. Dieses Adrenalin will Brendel nun auch für die EM in München nutzen.  sid

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