Die European Championships im Selbstversuch Fahren im Kanu – ein Reinfall

von Redaktion

Wer es als Anfänger schafft, in einem Rennkanu trocken zu bleiben, verdient meinen vollen Respekt. Mir ist das nicht gelungen. Meine drei Versuche endeten allesamt auf die gleiche Art – gekentert, im Wasser. Der komplett runde Unterboden des hauchdünnen und nur hüftbreiten Bootes verzeiht nichts. Schon beim Einsteigen merke ich: Wer Komfort sucht, ist hier fehl am Platz. Jede noch so kleine Bewegung bringt mich beim Selbsttest auf der Regattastrecke Oberschleißheim zum Kippen. Spätestens nach zehn Sekunden verliere ich die Balance. Mit einem breiteren Übungskanu läuft es dann, abgesehen vom Lenken, etwas besser. Letztendlich muss mich Wildwasserfahrer Thomas Hölscher von der Kanu Gemeinschaft München aber trotzdem wieder aus dem Wasser fischen. Immerhin: Der Sport bietet gerade für Einsteiger eine sehr steile Lernkurve. Auch mir hat es trotz des überschaubaren Erfolgs Spaß gemacht. Eine kleine extra Motivation hat Thomas Hölscher im Hinblick auf die EM aber noch in petto: „In Tagen von Bodybuilding und Fitnessstudios sieht man auch, dass man mit Kanu einen guten Körper kriegen kann.“ foto: norbert habschied LEVIN HUTMACHER

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