Die Kraft ist weg. Der Oberschenkel fühlt sich nach Wackelpudding an und der ganze Körper völlig übersäuert. Das Problem: Es sind noch circa 40 der 100 Meter übrig. Aleksander Askovic (24 Jahre/Bestzeit 10.36 Sekunden) von den Stadtwerke München joggt entspannt ins Ziel und der Selbstversucher versucht sich an die Tipps zu erinnern, die er vorher bekommen hat: „Mit Spikes läuft man auf den Zehenspitzen.“ Ob die enttäuschende Zeit (schlechter als die in der 10. Klasse gestoppten 13.00) daran liegt, dass einem das erst auf die letzten Meter wieder eingefallen ist? Vielleicht ja auch daran, dass man sich angesichts der Kulisse im Olympiastadion zu sehr unter Druck gesetzt hat…
Der Vorteil beim Kugelstoßen: Da hatte der Redakteur noch gar keine Erfahrung, konnte sich also auch nicht enttäuschen. Nach Tipps von Stadtwerke-Athlet Georg Harpf (16 Jahre/ 20,66 Meter persönliche Bestleistung) fühlt sich zumindest der zweite Versuch ganz solide an. „Sieben oder acht Meter waren das“, schätzt Harpf. Totzdem war es ein merkwürdiges Gefühl, mit aller Kraft einen so kleinen runden Gegenstand nur so wenige Meter weit zu befördern. Aber so eine Kugel ist eben auch schwer. Zuzugeben ist aber, dass der Test mit einer 5-Kilo-Kugel geschah und nicht der 7,25-Kilo-Männer-Kugel. THOMAS JENSEN pre iss