IM BLICKPUNKT

Fall Griner: Rodman will nach Russland

von Redaktion

Ex-Basketball-Star Dennis Rodman möchte einem Medienbericht zufolge nach Russland reisen und sich beim russischen Präsidenten Wladimir Putin für die Freilassung der verurteilten Basketballerin Brittney Griner einsetzen. „Ich habe die Erlaubnis bekommen, nach Russland zu reisen, um dem Mädchen zu helfen“, wurde der 61-Jährige von dem US-Sender NBC News zitiert. Wer ihm diese Erlaubnis erteilt haben soll, sagte er nicht. Er wolle noch in dieser Woche aufbrechen. „Ich kenne Putin zu gut“, wurde Rodman weiter zitiert. Das US-Außenministerium reagierte schmallippig. Außenamtssprecher Ned Price sagte, das Ministerium habe lediglich aus den Medien von den Äußerungen Rodmans gehört. „Er würde nicht im Auftrag der US-Regierung reisen“, betonte Price.

Griner war im Februar an einem Moskauer Flughafen wegen des Besitzes sogenannter Vape-Kartuschen und Haschisch-Öls verhaftet und Anfang August von einem Gericht in der russischen Hauptstadt zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die USA kritisieren die Entscheidung der russischen Justiz scharf und fordern ihre Freilassung. Rodman hat seine Geschichte mit politisch schwierigen Reisen: Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un bezeichnete er einst als einen „Freund fürs Leben“. Mehrfach besuchte er das Land. Er wolle die USA und Nordkorea zusammenbringen, betonte er damals. Nie ganz klar wurde, ob Rodmans Besuche wirklich halfen.

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