Pirmin Benz düst auf unserem Bild durch die Innenstadt von Weimar, wo das größte Radsportevent des Landes begann. Die Deutschland Tour führt an fünf Renntagen bis zum Sonntag über rund 700 km mit 11 000 Höhenmetern von Weimar bis nach Stuttgart, ein Höhepunkt ist die Bergankunft am Schauinsland bei Freiburg am Samstag.
Titelverteidiger Nils Politt (Köln) vom deutschen Team Bora-hansgrohe hat den Auftaktsieg bei der 34. Rundfahrt hauchzart verpasst. Der 28-Jährige fuhr beim Prolog über 2,7 km in Weimar als bester Deutscher auf Platz drei, er hatte im Ziel drei Sekunden Rückstand auf Zeitfahrweltmeister Filippo Ganna (Italien) vom britischen Topteam Ineos Grenadiers. „Das hat wehgetan, immer extrem schwer, so ein Prolog. Einfach nur drei Minuten voll in die Fresse gehauen. Aber es war ein guter Prolog von mir“, sagte Politt: „Ich denke, die Form ist gut. Jetzt schauen wir uns mal die nächsten Etappen an. Ich werde natürlich alles geben.“ Der frühere Tour-de-France-Vierte Emanuel Buchmann (Ravensburg), der die parallel laufende Vuelta wegen einer Harnwegsinfektion verpasst hatte, wurde 72. mit 17 Sekunden Rückstand. Simon Geschke (Berlin), bei der Frankreich-Rundfahrt bis zur letzten Bergetappe im Trikot des besten Kletterers, landete mit vier Sekunden Rückstand auf Buchmann auf Rang 91. Geschke fährt bei der Deutschland Tour für eine deutsche Nationalmannschaft, da sein französisches Cofidis-Team nicht gemeldet hat. Phil Bauhaus (Bocholt) hatte seinen Start aufgrund eines positiven Coronatests absagen müssen. Sein Team Bahrain Victorious teilte mit, dass der 28 Jahre alte Sprinter milde Symptome habe. Foto: dpa/Hendrik Schmidt