Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will die Olympischen Spiele in sein Bundesland holen. „Von sportlichen Großereignissen kann eine enorm verbindende und einende Kraft ausgehen, gerade in schwierigen Zeiten“, sagte Wüst. Die gerade beendeten European Championships in München hätten gezeigt, dass Großereignisse in bestehenden Wettkampfstätten nachhaltig und erfolgreich sein könnten. Dies weise den Weg für eine mögliche Bewerbung für Olympia. „NRW verfügt bereits über eine Vielzahl an Sportstätten, die für Olympische und Paralympische Spiele genutzt werden könnten“, sagte Wüst. Ihm sei wichtig, die Menschen in der Rhein-Ruhr-Region zu beteiligen. „Es gilt der Leitsatz: keine Spiele der Gigantomanie, sondern nah bei den Menschen.“ Bereits Wüsts Vorgänger Armin Laschet (CDU) hatte sich für eine Bewerbung eingesetzt.
Die European Championships fanden in den vergangenen Wochen statt. Ausgetragen wurden Wettkämpfe in neun Sportarten wie Leichtathletik, Radsport oder Rudern. Die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag sprach sich bereits am Dienstag für eine neue Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer Spiele in Bayern aus.