München – Als Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) und Trainer Julian Nagelsmann (35) vor geraumer Zeit am Tegernsee vorstellig wurden und gegenüber Uli Hoeneß (70) erstmals den Namen von Sadio Mané (30) erwähnten, soll der Ehrenpräsident geblafft haben: „Den bekommt ihr sowieso nicht.“ Doch das Duo konnte Hoeneß, anscheinend glaubhaft versichern, dass eine Verpflichtung realisierbar sei.
Denn als Salihamidzic bei einer späteren Aufsichtsratssitzung dem Gremium vom Transfervorhaben berichtete, war der Ehrenpräsident Feuer und Flamme. „Als Hasan den Transfer im Aufsichtsrat erwähnt hat, habe ich gesagt: Wenn wir den kriegen, könnt ihr ihn ohne unsere Erlaubnis kaufen“, sagt Hoeneß nun der „Sport Bild“: „Dass der Hasan das geschafft hat, ist ein Meisterwerk! Mané trinkt keinen Alkohol, sein ganzes Leben besteht aus Fußball. Das ist ein Traum für die Mannschaft und für unsere Außendarstellung.“
Das Bild von Mané mit Megafon im Bayern-Fanblock nach dem 6:1-Bundesliga-Auftaktsieg bei Eintracht Frankfurt, hat sich auch in Hoeneß’ Herz gebrannt: „Ich konnte es nicht glauben. Wie meine Freunde von der Schickeria damit umgehen, ob sie die Nähe zum Spieler zulassen, da bin ich gespannt.“
Und ob die Anhänger Nähe zu ihrem Superstar zuließen. Dass Hoeneß den Spielern im Münchner Star-Ensemble aber auch mit Härte gegenübertreten kann, berichtet Real-Kicker Toni Kroos (32) im #90Kroos Das Charity Interview. Kroos spielte damals noch in München und Hoeneß habe ihn „auf seine bekannt emotionale Art“ abgefangen und gesagt: „Das, was dein Berater fordert, ist ne’ absolute Frechheit. Fang’ den mal wieder ein.“
Der damals 22-Jährige antwortete cool: „Das fordert nicht mein Berater, das fordern wir. Und das wird sich auch nicht ändern.“ Im Nachhinein gesteht der ehemalige deutsche Nationalspieler, dass er damals schon seinen ganzen Mut zusammennehmen musste.