„Er erinnert mich an Messi“

von Redaktion

Lothar Matthäus adelt Bayerns Jamal Musiala und traut ihm zu, Weltfußballer zu werden

München – Vermutlich wird Bayern-Überflieger Jamal Musiala (19) am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr, Sky) vorerst nur auf der Auswechselbank Platz nehmen. Wegen einer Zerrung im Hüftbeuger hat der Youngster vergangenes Wochenende bereits die Partie in Bochum verpasst. Zwar hat Musiala schon wieder mit der Mannschaft trainiert, im Vollbesitz seiner Kräfte ist er aber noch nicht.

„Er ist noch nicht ganz bei 100 Prozent, bei bestimmten Bewegungen hat er noch Schmerzen. Bis morgen ist noch ein bisschen Zeit, wir werden schauen“, sagte Trainer Julian Nagelsmann (35) am Freitag und ergänzte: „Die anderen Jungs haben es auch sehr gut gemacht. Ich habe die Qual der Wahl. Es ist nicht so leicht, die erste Elf auszusuchen.“

Zwischen den Zeilen kündigt Nagelsmann damit an, dass Musiala für die Fohlen wohl noch keine Startelf-Option ist. Seine bisherigen Auftritte haben so oder so nachhaltig Eindruck hinterlassen – auch bei Lothar Matthäus (61). Der letzte deutsche Weltfußballer traut Musiala sogar zu, dass er irgendwann in seine Fußstapfen treten wird. „Da bin ich der Erste, der es ihm wünscht. Er ist ja noch in einer gewissen Entwicklung. Aber die Luft nach oben ist fast schon vollkommen ausgereift“, schwärmte Matthäus in seiner Funktion als Botschafter des Wettanbieters Interwetten und ging sogar noch einen Schritt weiter: „Er erinnert mich mit seiner Freude, wie er Fußball spielt, auch schon ein bisschen an Lionel Messi: seine Dribblings, seine Bewegungen nach vorne.“ Ernsthaft? Musiala wie Messi

„Es ist so“, untermauert Matthäus seine These. „Er ist ja auch torgefährlich, er gibt die Vorlagen. Er hat in erster Linie immer nur das Spiel nach vorne im Kopf. Er lacht, er schmunzelt, hat Freude am Fußballspielen. Es sind in vielen Belangen nur noch Kleinigkeiten.“ Wenn Musialas Entwicklung weiterhin so steil bergauf ginge, hätte er das Potenzial, dass er „irgendwann den Ballon d’Or gewinnt, Weltfußballer wird und ganz Großes erreicht – auch mit der Nationalmannschaft.“ Wegen seines Ehrgeizes erinnert Musiala den Rekordnationalspieler an sich selbst: „Der treibt ihn an. Wenn er den beibehält, bin ich überzeugt davon, dass er der Nachfolger von Robert Lewandowski (zweimalige FIFA-Weltfußballer, Anm.d.Red) werden kann. Nicht morgen oder übermorgen. Aber vielleicht mit 23 oder 24 Jahren. Er spielt schon mal im richtigen Verein.“ Dort hat er mit Nagelsmann einen Trainer, der Musialas Stärken gezielt fördert. Den Matthäus’schen Vergleich mit Messi bewertet der Fußballlehrer: „Lionel hat natürlich auf einem extrem hohen Niveau über viele Jahre gespielt. Das muss Jamal noch beweisen, ich traue ihm das zu.“  bok, pk

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