Erstmals seit 1979: Frauen kehren in Irans Stadien zurück

von Redaktion

Als Kapitän Hossein Hosseini nach dem Heimsieg des iranischen Fußball-Meisters Esteghlal Teheran in die Fankurve ging, bot sich dem Torhüter ein ungewohntes Bild. Frauen mit blauen Perücken auf dem Kopf, Vuvuzelas in der Hand oder blau-weißer Schminke im Gesicht sangen und feierten ihren Klub. Einige der Anhängerinnen hatten mehr als 40 Jahre lang auf diesen Moment gewartet. „Das ist ein historisches Ereignis“, schrieb die Tageszeitung Hamshahri über die Partie am Donnerstag gegen Mes Kerman. Sie meinte weniger das 1:0 des populärsten Klub des Landes als das Geschehen auf den Rängen im riesigen Azadi Stadium. Denn erstmals seit der Islamischen Revolution 1979 durften Frauen ein Ligaspiel besuchen – nicht zuletzt, weil der Weltverband FIFA zuletzt massiven Druck auf den iranischen Verband ausgeübt hatte. Etwa 500 Frauen betraten über einen separaten Eingang das Stadion, wo ihnen ein eigener Block zur Verfügung gestellt worden war. Vorausgegangen war eine teils unübersichtliche Ticketvergabe. foto: imago

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