Nach seinem ersten Münchner Finalrennen verriet Mark Spitz mit einer Siegergeste etwas von seiner Befindlichkeit. Es sollte aber das einzige Mal bleiben. Der 22-jährige Amerikaner war nicht gekommen, um eine Goldmedaille zu gewinnen, sondern sieben. „Ich sehe es als Gesamtwerk. Und jede Medaille baut auf der anderen auf.“ Platz eins über die 200 Meter Freistil waren also nur der Grundstock. Der Druck hielt bis zuletzt. Schon vor Mexiko 1968 hatte Spitz getönt, er werde fünfmal Gold holen. Es wurden aber lediglich zwei – mit den amerikanischen Freistilstaffeln. Über 200 Meter Freistil war er im Finale sogar Letzter geworden.
Wichtig daher für ihn, dass er mit dieser Strecke in das Projekt München einstieg, Nebenbei schwamm er einen Weltrekord (1:52,78 Minuten). Bammel hatte er vor den 100 Meter Freistil, seinem vorletzten Wettbewerb am 3. September. Dass er auch sie gewann, war „meine sportlich wertvollste Leistung“. gÜk/Foto; IMago/Baumann