Die Nürnberger Enttäuschung über das verlorene Traditionsduell mit dem Hamburger SV geriet zur Nebensache, als Trainer Robert Klauß zum Personal befragt wurde. „Es ist einfach schwer, Eingespieltheit und Rhythmus zu bekommen. Schwer, dass sich die Jungs aneinander gewöhnen, wenn man jedes Mal rotieren muss“, seufzte der Coach des 1. FC Nürnberg nach dem 0:2 in der 2. Bundesliga beim Blick auf die lange Verletztenliste.
Am Wochenende nahm das Nürnberger Lazarett weitere Patienten auf: Taylan Duman, der sich im Abschlusstraining das Innenband im Sprunggelenk angerissen hatte. Und Mittelfeld-Kollege Fabian Nürnberger, der im stimmungsvollen Nord-Süd-Gipfel zur Pause ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste. „Er hat eine Verletzung am Ellenbogen. Es sieht nicht so gut aus“, berichtete Klauß. Auch Innenverteidiger James Lawrence ging angeschlagen vom Feld. Beim Club gibt es zudem noch die Langzeitverletzten Pascal Köpke, Tim Handwerker und Lukas Schleimer.
Dass die Franken trotz Personalsorgen mit Spitzenteams wie dem HSV mithalten können, demonstrierten sie vor einer Kulisse von 35 713 Fans. „Ich glaube, dass wir von der Gesamtleistung her sogar ein besseres Spiel gemacht haben als letzte Woche gegen Sandhausen“, befand Kapitän Christopher Schindler. Da gewann der „Club“ mit 2:1.
Einzig „das Zwingende“, wie Mittelstürmer Christoph Daferner es nannte, fehlte Nürnberg gegen den HSV. „Die kleinen Momente haben entschieden“, sagte Schindler. Er meinte damit die schlechte Verteidigung bei den Gegentoren von Mario Vuskovic (37.) und Robert Glatzel (90.+2).