Eishockey
Die deutschen Frauen haben bei der WM in Dänemark durch ein Tor in letzter Sekunde den Klassenerhalt geschafft. Tanja Eisenschmid erzielte gegen die Gastgeberinnen nach 59:59 Minuten den Siegtreffer zum 3:2 (1:1, 0:1, 2:0) für die Mannschaft von Bundestrainer Thomas Schädler. Wäre das letzte Gruppenspiel in die Verlängerung gegangen, hätte das deutsche Team erstmals seit 2015 den Gang in die zweitklassige Division IA antreten müssen. Durch die drei Punkte für den Sieg nach 60 Minuten zog Deutschland aber in der Tabelle noch an Dänemark vorbei und schloss die Fünfergruppe B mit vier Zählern auf dem vierten Platz ab. Das Viertelfinale war schon vor der Partie außer Reichweite gewesen. Franziska Feldmeier (9.) glich in der spannenden Begegnung in Frederikshavn zunächst zum 1:1 aus, fünf Minuten vor Schluss lag die deutsche Mannschaft dennoch mit 1:2 in Rückstand. Der abermalige Ausgleich durch Laura Kluge (56.) sorgte für neue Hoffnung, Eisenschmid vollendete das kleine Eishockey-Wunder.
Volleyball
Die deutschen Volleyballer stehen bei der Weltmeisterschaft in Polen und Slowenien vor dem Aus. Gegen Gastgeber und Vize-Europameister Slowenien unterlag die Mannschaft des neuen Bundestrainers Michal Winiarski im abschließenden Spiel der Gruppe D in Ljubljana deutlich mit 0:3 (16:25, 22:25, 17:25). Nach der Auftaktpleite gegen Olympiasieger Frankreich und dem Sieg gegen Kamerun hätte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) einen klaren Sieg im letzten Gruppenspiel benötigt, um sich das Achtelfinalticket aus eigener Kraft zu sichern. Aufgrund der deutlichen Niederlage gegen Slowenien ist das Winiarski-Team nun auf Schützenhilfe angewiesen, da die vier besten Gruppendritten ebenfalls in die K.o.-Phase einziehen.
Handball
Bennet Wiegert, Trainer des Deutschen Meisters SC Magdeburg, startet mit großer Vorfreude in die neue Saison, erstes Ziel ist der Gewinn des Supercups gegen den Pokalsieger THW Kiel. „Er wird immer so ein bisschen stiefmütterlich behandelt, doch es ist der erste Titel der Saison. Wenn man ihn gewinnen kann, sollte man das tun“, sagte Wiegert mit Blick auf die Saison-Ouvertüre an diesem Mittwoch (19.00 Uhr/Sky und Sportschau.de). Das Selbstvertrauen ist nach dem Gewinn der ersten Meisterschaft seit 2001 groß beim SCM, die Titelverteidigung ist das Ziel. „Wir wollen das in Magdeburg nicht als One-Hit-Wonder sehen. Aber wir wissen, wie schwer das ist, solch eine Leistung zu bestätigen“, sagte Wiegert: „Jeder Trainer, jeder Sportler strebt nach Konstanz. Und Konstanz wäre dann eine Titelverteidigung.“ Nach einer kräftezehrenden Vorbereitung sehnt Wiegert den Start herbei. „Wir brauchen den Wettkampf“, so der 40-Jährige.