Bayerns Inter-Plan

von Redaktion

Wie die Münchner beim Champions-League-Auftakt in Mailand bestehen wollen

VON PHILIPP KESSLER

München – Anpfiff zur Königsklasse: An diesem Mittwoch (21.00 Uhr) startet der FC Bayern in die Gruppenphase der neuen Champions-League-Saison. Erster Gegner: Inter Mailand im Guiseppe-Meazza-Stadion, auch San Siro genannt. „Ich denke, dass Inter eine clevere Mannschaft ist, die sehr gut verteidigen kann“, sagte Torwart Manuel Neuer. „Die Mailänder Vereine versuchen oft, hinten gut zu stehen und möglichst die Null zu halten.“ Gleichzeitig hofft der Kapitän aber auch darauf, dass sich die Italiener vor heimischer Kulisse nicht hinten einigeln. „Bei Union war es so, dass sie gar nicht versucht haben, das spielerisch richtig zu lösen, sondern mit langen Bällen agiert haben“, so Neuer nach dem 1:1 in Berlin. „Da sehen wir auch unsere Chance, dass Inter versucht, mehr zu spielen. Dass wir Ballgewinne im Mittelfeld haben, um einen kürzeren Weg zum gegnerischen Tor und ein schnelleres Umschaltspiel mit unseren Flitzern außen zu haben.“

Thomas Müller freut sich bereits auf die Partie und auf das Stadion. „Im San Siro durfte ich schon ein paar Mal spielen. Es ist zwar nicht mehr das modernste Stadion, aber ich war als Kind schon mal als Zuschauer dort und bin immer noch sehr beeindruckt von der Geschichte“, betonte der Bayer. „Wenn sie da mal im Oberring gesessen haben, wissen sie was los ist.“

Müller & Co. sind sich des Stellenwerts eines guten Königsklassen-Starts bewusst. „Ich hoffe auf jeden Fall auf ein besseres Ergebnis, das ist ganz klar“, sagte Müller mit Blick auf das Unentschieden gegen Union. „Es ist für beide Mannschaften ein ganz wichtiges, entscheidendes Spiel. Das Auftaktspiel ist in so einer Gruppenphase einfach ganz wichtig für das Gefühl und den weiteren Verlauf, um nicht unter Druck zu geraten.“

Einer, der den kommenden FCB-Gegner aus seiner Zeit bei Juventus Turin bestens kennt, ist Bayern-Neuzugang Matthijs de Ligt. „Inter ist ein schwieriger Gegner. Sie haben ein Team mit viel Erfahrung, haben physisch sehr starke Spieler. Sie spielen immer gleich, im 3-5-2-System“, so der niederländische Abwehr-Chef der Münchner.

2:3 – Inter verpatzt

Bayern-Generalprobe im Mailand-Derby Während der FC Bayern am Remis in Berlin zu knabbern hatte, verlor Inter das Derby gegen den AC Mailand mit 2:3. Vor allem die Abwehr macht den Nerazzurri Sorgen. Trainer Simone Inzaghi (46) sprach von einem „halbstündigen Blackout, bei dem wir zwei Gegentore kassiert haben“. Zudem fällt Top-Stürmer Romelu Lukaku (29) mit einer Oberschenkelverletzung aus. Dennoch zeigt sich Inter mit Blick auf die Partie gegen den FC Bayern kämpferisch. „Es wird ein sehr schwieriges Spiel, auf das wir uns bestmöglich vorbereiten werden. Wir fordern eine der stärksten Mannschaften Europas heraus, aber wir sind Inter und so werden wir auch auftreten“, stellt Inzaghi klar.

Artikel 1 von 11