Köllner: Darum darf Lakenmacher nicht häufiger ran

von Redaktion

München – Fünf Tore und drei Assists. Elversbergs Luca Schnellbacher, 28, führt die Offensiv-Hitlisten der 3. Liga an. Ein so effektiver Stürmer steht den Löwen aktuell nicht zur Verfügung: Fynn Lakenmacher bringt es in Abwesenheit von Marcel Bär (Sprunggelenks-OP) auf drei Tore und zwei Assists – auch keine schlechte Quote für einen, der erst seit zwei Jahren vorne spielt und sich die Rolle als Bär-Ersatz zudem mit Meris Skenderovic teilt.

Skenderovic wird in Elversberg krankheitsbedingt fehlen. Lakenmacher weiß daher, dass er am Samstag von Beginn an spielen darf – was trotz seines furiosen Starts im Löwen-Trikot bisher erst viermal der Fall war. „Manch Außenstehender fragt sich vielleicht: Wieso spielt der nicht immer, spinnt denn der Köllner?“, fragte 1860-Coach Michael Köllner dieser Tage – um die Antwort gleich selbst zu geben: „Fußball funktioniert manchmal anders. Es geht auch darum, den Jungen nicht zu verheizen, Müdigkeit zu erkennen – sonst liegt er alle paar Wochen mit einem Muskelfaserriss draußen.“ Auch für die Tatsache, dass der fünf Jahre jüngere Leandro Morgalla alle sieben Spiele über 90 Minuten bestritt und sogar im Totopokal gegen Türkgücü in der Startelf stand, hatte Köllner eine Erklärung. Erstens: Morgalla habe einen ausgeprägten „Laufdrang“ und als Abwehrspieler auch weniger Sprints pro Spiel. Zweitens: Die Morgalla-Zunft sei es gewohnt, „auszuteilen“, das Los der Lakenmachers sei es dagegen, einzustecken – daher müsse man Stürmern, zumal jüngeren, „Luft verschaffen“.

Gute Nachrichten gibt es derweil von Marcel Bär. Laut Köllner macht der verletzte Torjäger „große Schritte, aber wir geben ihm die Zeit, die er für seine Genesung braucht“. ULI KELLNER

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