Die Bubis als Lichtblick

von Redaktion

Gegen Stuttgart wird Tel zum jüngsten Bayern-Torschützen, auch Musiala liefert Argumente für Barca

München – Der Bayern-Zauber der ersten Wochen ist futsch – zumindest im Alltagsgeschäft. Am Samstagnachmittag reichte es für die Münchner nur zu einem 2:2 gegen den VfB Stuttgart. Beim dritten Liga-Remis in Folge gab es vonseiten des deutschen Rekordmeisters wenig Grund zur Freude. Alles schlechtreden wollte Hasan Salihamidzic aber nicht. „Wir spielen das schon gut, wenn wir unser Spiel aufziehen können und in diesem Flow sind. Wenn wir das dritte Tor machen, glaube ich, dass die Jungs es dann ruhiger ausspielen. Dass wir die Möglichkeiten haben, stimmt uns positiv. Aber dass wir das besser und mit viel mehr Energie machen müssen, ist klar“, sagte der Sportvorstand.

Auch die Leistung der beiden Offensiv-Juwele, Jamal Musiala (19) und Mathys Tel (17), hob Salihamidzic lobend hervor. „Mathys hat wieder einen Treffer gemacht“, sagte der 45-Jährige über den jüngsten Bundesliga-Torschützen des FC Bayern. „Das war ein positiver Lichtblick.“ Beim Doppelpass auf Sport1 schwärmte er am Sonntag noch ausführlicher. „Er ist 17, aber er hat Qualitäten, die nicht viele auf der Welt haben. Er hat diesen Riecher, diesen Schuss. Er hat es im Gefühl“, sagte er und prognostizierte: „Ich glaube, dass er ein Großer werden kann. Meiner Meinung nach ist er das beste Talent in Europa auf dieser Position.“

Tel, der im Sommer für eine garantierte Ablöse von 20 Mio. Euro von Stade Rennes nach München gewechselt war, zeigt sich zurückhaltend. „Ich bin sehr glücklich, Teil des FC Bayern zu sein, es ist ein Glück, Torschütze für diesen legendären Club zu sein“, betonte der Angreifer. „Ich hoffe, dass ich weiterhin ein Plus für die Mannschaft sein werde und ich hoffe, möglichst weit zu kommen.“

Weiter in seiner Entwicklung ist bereits Musiala. Der Offensivspieler ist aktuell einer der stabilsten Bayern-Stars. Seine starke Statistik: sechs Tore und zwei Vorlagen in acht Pflichtspielen. Seine Leistungsexplosion liegt auch daran, dass Musiala sich nicht auf seinem Talent ausruht, sondern abseits des Rasens hart an sich arbeitet. Jüngstes Beispiel: Aufgrund einer Zerrung im Adduktoren- und Hüftbeugerbereich verpasste er das 7:0 am 21. August in Bochum. Weil er so schnell wie möglich wieder bei 100 Prozent sein wollte, hat er neben der Betreuung beim FC Bayern in Absprache mit dem Klub drei Tage lang mit einem Neuroathletik-Trainer gearbeitet. Mit Erfolg. Bei seinen (Kurz-)Einsätzen danach zählte Musiala stets zu den besten Münchnern und lieferte beste Gründe, gegen Barcelona zu spielen.  pk, hlr

Artikel 1 von 11