Vor DEL-Start: CHL-Aufgabe erledigt

von Redaktion

EHC München nach dem vierten Sieg vorzeitig fürs Achtelfinale qualifiziert

München – Die Führungscrew der Champions Hockey League (CHL) ist auf Tour: Jeder Spieltag eine andere Stadt. Martin Baumann, der Chef, muss nachdenken, wo er gestern, wo vorgestern war, wo er morgen sein wird. Prag, Ljubljana, Villach, Straubing zeichnet er seine Route nach. Jedenfalls: Am Samstag erwischte der Herr aus der Schweiz ein schon entscheidendes Spiel: Er gastierte in München, wo sich der EHC mit einem 5:1 (0:0, 4:1, 1:0) gegen Slovan Bratislava vorzeitig für das Achtelfinale in dem europäischen Wettbewerb qualifizierte. Dabei sind im Oktober noch zwei Vorrundenpartien übrig – gegen Tappara Tampere, das ebenfalls durch ist. Elf Punkte, 18:7 Tore – das ist der EHC-Ertrag. Nur gegen Rapperswil (5:4 n.V.) ließ das Team von Don Jackson einen Punkt liegen.

Der Münchner Trainer ist stets höflich, die Abrechnung von Bratislavas Coach Jan Pardavy mit der eigenen Mannschaft („Unser schlechtestes Spiel in der Champions League“) konterte er mit einem Lob: „Slovan hat zwei Drittel großartig gespielt, es hätte auch andersherum ausgehen können.“ Phasen, die heikel anmuteten, hatte der EHC in all seinen CHL-Spielen, doch auch die Kraft, sie zu einem guten Ende zu bringen. Gegen Bratislava konnte Jackson sich erneut auf Ben Street verlassen, der sein sechstes Tor in der CHL-Saison markierte. „Und dann haben Patrick Hager und Chris DeSousa Feuer gefangen.“ Die Tore verteilten sich über mehrere Reihen (es trafen neben den Genannten noch Andy Eder und Frederik Tiffels), das gefällt Jackson. Außerdem hob er „starke Torwartleistungen“ hervor. Mathias Niederberger und Danny Aus den Birken hatten je zwei Spiele.

Die CHL-Aufgaben erledigt zu haben, bevor es in der DEL am Donnerstag in Köln losgeht, erleichtert den Trainer: „Das gibt uns Optionen.“ Die beiden Spiele gegen Tampere im Oktober stören nun nicht, da kann Jackson Eiszeiten verteilen an die zweite Reihe. Klar ist: In den ersten beiden DEL-Wochen werden die etablierten Leute strapaziert werden. Am Montag fliegen die beiden NHL-gedrafteten Youngster Maksymilian Szuber (20) und Julian Lutz (18) ins Camp der Arizona Coyotes. „Unsere Kadertiefe ist gerade nicht so großartig“, sagt Jackson darum.

Das braucht die Reise-Gruppe Szuber/Lutz nicht zu beschäftigen. Sie freut sich auf Eishockey „in der Wüste; 40 Grad, wenn man aus der Halle rausgeht“, so Szuber. Das kann nicht einmal die CHL bieten. GÜNTER KLEIN

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