Mané an Müller: „Keinen Pass zu Lewy spielen!“

von Redaktion

Alle Augen sind heute auf den ehemaligen Stürmerstar der Bayern gerichtet

München – Montag, 13.12 Uhr, am Tucherpark in München: Der Mannschaftsbus des FC Barcelona kommt am Teamhotel Hilton vorgefahren. Objekt der Begierde der anwesenden Fotografen ist Robert Lewandowski (34). Der Superstürmer trägt einen grauen Jogginganzug, winkt kurz in die Kameras, bevor er in die Lobby verschwindet.

Fakt ist: Rund ums Champions-League-Spiel zwischen dem FC Bayern und dem FC Barcelona sind alle Augen auf den Superstürmer gerichtet. Lewandowski hatte den deutschen Rekordmeister nach viel Tamtam und für eine feste Ablöse von 45 Millionen Euro im Sommer verlassen. An diesem Dienstag kommt es zum ersten Wiedersehen auf dem Rasen. Gesprächsthema war der Pole seit seinem Abgang in München aber irgendwie immer.

„Er wird wahrscheinlich nie Vergangenheit werden, weil er sich in die Geschichtsbücher eingetragen hat“, sagte Thomas Müller (32) über Lewandowski. Der zweimalige FIFA-Weltfußballer wurde zwischen 2014 und 2022 mit dem FC Bayern unter anderem 2020 die Champions League und knackte 2021 mit 41 Liga-Toren den Uralt-Rekord von Legende Gerd Müller. Auch beim FC Barcelona triff Lewandowski aktuell wieder, wie er will. Seine Bilanz in sechs Pflichtspielen für die Katalanen: neun Tore, zwei Vorlagen.

Zum Vergleich: Bayerns neuer Weltstar Sadio Mané (30), in München meist Mittelstürmer, steht nach neun Pflichtspielen bei fünf Toren und keinem Assist. In den vergangen Spielen tat sich der Ex-Liverpool-Star schwer. „Ihm fehlt ein Dosenöffner“, erklärte Trainer Julian Nagelsmann (35). „Er ist manchmal vielleicht etwas zu kritisch. Er muss noch selbstbewusster werden und darf nicht zu viel nachdenken.“ Den Humor scheint Mané immerhin aber nicht verloren zu haben, wie Müller verriet: „Sadio hat mir die letzten zehn Tage immer als Scherz gesagt, ich soll nicht aus Versehen einen Pass zu Lewy spielen.“

Unabhängig vom Wiedersehen mit Lewandowksi stellt Müller die Bedeutung der Partie für den Ausgang in der Gruppe C als „sehr wichtig“ heraus. Das wäre nach dem 2:0 bei Inter Mailand „ein Statement und ein Riesenschritt. Wir werden an die Grenzen gehen.“

Die Statistik spricht ohnehin klar für die Bayern, die seit 29 Gruppenspielen in der Königsklasse unbesiegt sind und die letzten vier Partie gegen Barcelona gewonnen haben – inklusive der 8:2-Demütigung vor zwei Jahren. Aber Achtung, warnte Nagelsmann: Das Barcelona mit Lewandowski habe „einen ganz anderen Geist. Die letzten Duelle kann man von der Festplatte löschen.“  pk, lop

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