Zum Start ein nicht so leichtes Auswärtsspiel

von Redaktion

Am Donnerstag geht es für den EHC München in der DEL bei den Kölner Haien los – Probleme bei U 23-Spielern

VON GÜNTER KLEIN

München – Als das Montagvormittags-Training des EHC München beendet war, machten sich die Eismeister ans Werk. Von den Banden mussten die Werbefolien der Champions-League-Sponsoren abgezogen werden. Es galt, das Stadion auf den Normalbetrieb in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) umzustellen. Auch der Münchner Mannschaft steht bis zum DEL-Start am Donnerstag (19.30 Uhr) in Köln, gefolgt von der Heimpartie am Sonntag (15.15 Uhr) gegen Mannheim ein Eingriff bevor.

Im nationalen Wettbewerb ist etwa folgende Regel zu beachten: Den Spielberichtsbogen darf ein Team nur füllen, wenn drei Cracks unter 23 Jahren dabei sind. Und in dieser Alterskohorte ist der EHC gerade dünner als üblich aufgestellt: Maksymilian Szuber (20) und Julian Lutz (18) sind ins Camp der Arizona Coyotes gereist, Filip Varejcka (21) fehlte in der Vorbereitung verletzt, Sebastian Cimmerman (19) stand ebenfalls nicht auf dem Eis. Bleiben Justin Schütz (22), Stammspieler, und Veit Oswald (18), aus Landshut gekommener Topscorer der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL). Am Montag durfte Stürmer Philipp Krening (18) aus der Akademie in Liefering mittrainieren, am Mittwoch will man beim EHC entscheiden, ob man ihn für das DEL-Team meldet. Fraglich ist Routinier Ben Smith (34), der gestern zur Kernspin-Untersuchung musste. Ein sicherer und längerer Ausfall ist der von Torjäger Trevor Parkes (31).

Fraglos kommt die Münchner Mannschaft gestärkt aus den bisher vier Vorrundenspielen der Champions Hockey League. Mit vier Siegen, als es wichtig war, hat sie die Zweifel nach drei teils krachenden Testspiel-Niederlagen vertrieben. „Die Vorbereitung lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten, aber es war keine schlechte Stimmung, keiner hat mit dem Finger auf den anderen gezeigt“, versichert Kapitän Patrick Hager, der in seine sechste Saison in München geht und laut Sportdirektor Christian Winkler weiter „im Zentrum der Hierarchie“ stehen wird.

Was fehlt, ist ein Vergleich mit Gegnern aus der DEL. Traditionell war der EHC international unterwegs, spielte gegen Teams aus Tschechien, der Schweiz und Slowakei. „Köln ist kein leichtes Auswärtsspiel“, findet Patrick Hager, der selbst zwei Jahre für die Haie gespielt hatte. Er kennt „die Rieseneuphorie, die dort am Anfang der Saison herrscht“. Für Christian Winkler ist Köln „eine Mannschaft, die vor einem Jahr noch nervös wurde; das ist nun nicht mehr der Fall“. Die große Marke, die 50. Geburtstag feiert, formuliert höhere Ziele als nur die Teilnahme an den Playoffs und hat aufgerüstet.

Für Mathias Niederberger, den neuen Nummer-eins-Torhüter, wird es ein brisanter Start in seine DEL-Zeit in München. Zwar stammen seine Vorfahren väterlicherseits aus Bad Tölz, doch er fühlt sich „als Düsseldorfer Jung, das verstecke ich nicht“. Er sagt gelassen: „Meine Quote in Spielen gegen Köln ist über die Jahre nicht so schlecht.“

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