Goldenes Team

von Redaktion

Vielseitigkeitsreiter räumen bei WM ab

Rocca di Papa – Michael Jung hat den Doppel-Coup bei der Vielseitigkeits-WM in Italien verpasst, durfte sich aber mit dem deutschen Team über Mannschafts-Gold freuen. Der 40-Jährige aus Horb war am Sonntag als Führender in das abschließende Springen gegangen, fiel aber nach acht Strafpunkten mit Chipmunk noch auf Rang fünf zurück. „Ich bin heute etwas unglücklich, zugleich aber auch glücklich, dass es für das Team gereicht hat“, sagte der Ausnahmereiter.

Über eine Einzel-Medaille durfte sich immerhin noch Olympiasiegerin Julia Krajewski mit Amande freuen, die sich mit einer Nullrunde noch auf den Silberrang im Einzel verbesserte. Neue Titelträgerin wurde die Britin Yasmin Ingham auf Banzai.

Im abschließenden Springen musste Jung in Italien als letzter Starter in den Parcours. Mit einem Vorsprung von mehr als vier Strafpunkten ritt er ein und leistete sich mit seinem 14 Jahre alten Wallach einen Abwurf zu viel.

In der Dressur am Freitag hatte Jung die Führung übernommen und im Gelände verteidigt. Auf der trockenen und staubigen Cross-Country-Piste ritt er ohne Fehler. Trotz seines erfolgreichen Geländeritts war Jung aber nicht mit der Strecke zufrieden und kritisierte den Zustand der 5600 Meter langen, hügeligen Strecke am Fuße der Festung des Papstes.

Ins Schwärmen kam Jung hingegen, wenn er über seine Mannschaft sprach. „Das ganze Team ist toll“, lobte der Multi-Champion. Gemeint waren Sandra Auffarth aus Ganderkesee mit Viamant, Krajewski und Christoph Wahler aus Bad Bevensen mit Carjatan.

„Ehrlich gesagt habe ich die ganze Woche daran geglaubt, dass es klappen kann“, sagte Jung zur Aufholjagd nach dem schwachen ersten Tag.

Für das beste Einzelergebnis sorgte dann Krajewski. Die Olympiasiegerin von Tokio hatte zuvor eine starke Dressur und einen famosen Geländeritt gezeigt.  dpa

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