Weitgehend unbemerkt von den 15 000 Zuschauern feierte am Freitagabend ein weiterer Junglöwe sein Drittligadebüt: Marius Wörl, 18, aus der letztjährigen U 19 wurde beim 3:1-Heimsieg des TSV 1860 gegen Aue in der Schlussphase für Daniel Wein eingewechselt (80.). Im Totopokal war das Spielmachertalent aus der Holledau bereits mehrmals eingesetzt worden; der Rechtsfuß gilt als technisch beschlagen und torgefährlich. Zum Aufstieg der A-Junioren trug Wörl, der bis 2018 für den Nachwuchs des FC Bayern am Ball war, 15 Treffer bei. ulk
Der FC Arsenal hat die Tabellenführung in der Premier League zurückerobert. Die Gunners siegten beim kleinen Londoner Stadtrivalen FC Brentford mit 3:0 (2:0) und zogen mit 18 Punkten wieder an Manchester City (17) vorbei. Der Vorjahresmeister hatte am Samstag mit 3:0 bei den Wolverhampton Wanderers gewonnen – obwohl Toptorjäger Erling Haaland diesmal leer ausging.
William Saliba (17.), Gabriel Jesus (28.) und Fabio Vieira (49.) trafen früh für das Arsenal-Team von Trainer Mikel Arteta. Dieser konnte es sich leisten, in der zweiten Minute der Nachspielzeit den erst 15 Jahre und 181 Tage jungen Ethan Nwaneri zum jüngsten Spieler der Premier-League-Geschichte zu machen.
Die letzte Meisterschaft der Gunners liegt 18 Jahre zurück, damals holte sich das Team von Arsene Wenger mit Jens Lehmann im Tor den Titel ohne eine einzige Niederlage. In den vergangenen Jahren hatte sich Arsenal aber aus der Riege der Topteams verabschiedet. Letztmals qualifizierten sich die Londoner 2016 für die Champions League.
Fans von Celtic Glasgow haben bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen St. Mirren in der schottischen Liga erneut anti-royale Gesänge angestimmt. „Wenn ihr die königliche Familie hasst, klatscht in die Hände“, skandierten sie am Sonntag, wie der Sender Sky berichtete. Das hatten sie bereits am Mittwochabend beim Champions-League-Spiel gegen den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk in Warschau getan und die gestorbene Queen Elizabeth II. mit Spruchbändern verhöhnt. Hintergrund der Antipathie der Celtic-Fans sind irische Wurzeln des Clubs. Nordirland gehört seit der Unabhängigkeit der Republik Irland vor gut 100 Jahren weiter zum britischen Königreich. Dort tobte jahrzehntelang ein blutiger Bürgerkrieg zwischen meist protestantischen Anhängern der Union mit Großbritannien und katholischen Befürwortern einer Wiedervereinigung mit dem EU-Mitglied Republik Irland.