Blutige Nase und Frust bei Haaland

von Redaktion

Die Schlaglichter zur Nations League: Ukraine stark, Österreich steigt ab

Cristiano Ronaldo holt sich eine blutige Nase, der spanische Nationalcoach Luis Enrique ist bedient – und die Ukraine setzt ein sportliches Ausrufezeichen. Unsere Zeitung gibt einen Überblick zu den Schlaglichtern der Nations League:

BLUTIGE NASE: Es war ein echter Wirkungstreffer, den Cristiano Ronaldo nach nicht einmal 15 Minuten einstecken musste. Sichtlich benommen, mit der Nase voller Blut lag der Superstar am Boden, nachdem ihn der tschechische Torhüter Tomas Vaclik im Luft-Zweikampf heftig mit dem Arm im Gesicht getroffen hatte. Doch nach Behandlung spielte der Portugiese mit Pflaster auf der Nase weiter – und verursachte zu allem Überfluss kurz darauf noch einen Handelfmeter, als er den Arm – womöglich, um die Nase zu schützen – unnatürlich vor sein Gesicht hielt. Immerhin: Patrik Schick vergab vom Punkt, Portugal gewann auch ohne Ronaldo-Tor 4:0 und setzte sich an die Tabellenspitze.

ABSTEIGER RANGNICK: Sie hatten ja durchaus noch einmal hoffen dürfen, Dänemark tat im Parallelspiel gegen Frankreich sein Übriges – doch am Ende blieb die 0:2-Niederlage des Weltmeisters wertlos. Denn Österreich ging auch gegen Kroatien mit 1:3 leer aus. Womit auch Ralf Rangnick den Abstieg in die Liga B nicht verhindern konnte. Real Madrids Luka Modric brachte die Kroaten in Wien bereits nach sechs Minuten in Führung, der Hoffenheimer Christoph Baumgartner ließ Austria noch einmal hoffen. Doch nach dem Wechsel sorgten Marko Livaja (69.) und Dejan Lovren (72.) für die Entscheidung. Bitter für Rangnick, der damit nach verpatztem Manchester-Engagement den nächsten sportlichen Tiefschlag hinnehmen muss. Ausgang: Ungewiss.

SPORTLICHES AUSRUFEZEICHEN: Das enttäuschende 0:3 in Schottland ist vorerst vergessen, die Hoffnung auf den Aufstieg wieder zurück. Mit 5:0 setzte sich die Ukraine beim Schlusslicht aus Armenien durch, sorgte damit für Wiedergutmachung und erarbeitete sich ein „Endspiel“ um den Aufstieg in die höchste Liga am Dienstag. Damit tankte die Mannschaft von Trainer Oleksandr Petrakow noch einmal Selbstvertrauen vor dem schnellen Wiedersehen mit den Schotten. Aber: Aufgrund des russischen Angriffskrieges kann das Team weiterhin nicht in der Heimat spielen. Das entscheidende „Heimspiel“ am letzten Spieltag findet in Krakau/Polen statt.

HAALAND-FRUST: Eigentlich lief es ja fast wie immer. Sturmgigant Erling Haaland erzielte sein 21. Tor im 22. Länderspiel, brachte Norwegen damit einmal mehr in Führung – und muss im Kampf um den Aufstieg in Liga A nun dennoch zittern. Denn die Norweger um den ansonsten blassen Haaland verspielten ihre gute Ausgangslage in der Schlussphase und kassierten durch das 1:2 in Slowenien die erste Niederlage in der Nations League. Dennoch bleibt Norwegen in der Pole Position, am Dienstag kommt es für Haaland und Co. in Oslo zum direkten Duell mit Serbien um den Aufstieg.

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