Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft würde für den Gewinn des WM-Titels in Katar üppig belohnt werden. Sollte Kapitän Manuel Neuer am 18. Dezember in Doha den Pokal in die Höhe recken, erhält jeder Spieler 400.000 Euro. Diese Prämienregelung gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Sonntag bekannt. Für den 26er-Kader würden für den fünften Stern somit insgesamt 10,4 Millionen Euro fällig.´„Wir haben das intensive Gespräch in einer guten und konstruktiven Atmosphäre geführt. Letztlich haben wir für alle Beteiligten eine akzeptable Lösung erzielt“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf.
Ex-Nationalspieler Max Kruse hat sich nach eigenem Bekunden mit seiner misslichen Situation beim VfL Wolfsburg abgefunden. „Wenn ich zum Trainer gehen und betteln würde, würde das auch nichts ändern“, sagte der 34-Jährige nach dem Abschiedsspiel von Claudio Pizarro. Wolfsburgs Trainer Niko Kovac hatte vor zwei Wochen angekündigt, dass Kruse trotz eines Vertrages bis zum Saisonende kein Spiel mehr für die Niedersachsen bestreiten wird und diese Maßnahme mit dessen fehlender Identifikation mit dem Verein begründet. Der offensive Mittelfeldspieler darf jedoch weiterhin am Training teilnehmen. Diese Übungseinheiten will Kruse nutzen, um im Januar bei einem neuen Klub durchzustarten: „Es nutzt ja auch nichts, wenn ich jetzt die ganze Zeit missmutig und schlecht gelaunt durch die Gegend laufe.“
Alexander Wehrle wird in seiner Funktion als Aufsichtsratschef der DFB GmbH & Co. KG trotz seiner Homosexualität zur WM nach Katar reisen. „Ich werde gegen Japan und Spanien dort sein“, sagte der offen schwul lebende Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart bei Bild TV: „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dort hinzugehen, auch wenn ich weiß, dass ich persönlich vielleicht gar nicht so willkommen bin.“ Er wolle „ein Zeichen setzen“, betonte Wehrle. Homosexualität ist in Katar verboten.
Rio-Weltmeister Christoph Kramer stände bereit. „Ich hatte heute auch vorsichtshalber die Fußballschuhe im Kofferraum, ich hätte nur noch ein Trikot gebraucht“, sagte der 31-Jährige im ZDF nach dem 0:1 der Nationalmannschaft gegen Ungarn in der Nations League, das er als Experte begleitet hatte. „Ich lasse dich wirklich ungern allein, für mein Vaterland würde ich dich alleine lassen“, sagte Kramer an Moderator Jochen Breyer gewandt.