FUSSBALL IN KÜRZE

Bayers Azmoun: „Lang leben die iranischen Frauen“ DFB-Frauen mit Berger und Grohs

von Redaktion

Bayer Leverkusens iranischer Nationalspieler Sardar Azmoun hat sich ungeachtet der Auswirkungen auf seine internationale Karriere wegen der Missachtung von Frauenrechten im Golfstaat mit den Herrschern in seinem Heimatland angelegt. Durch einen zu Wochenbeginn bekannt gewordenen Instagram-Beitrag vom vergangenen Sonntag solidarisierte sich der Stürmer nach dem weltweit aufsehenerregenden Tod von Mahsa Amini im iranischen Polizeigewahrsam nachdrücklich mit den Protesten mehrerer tausend Menschen gegen das islamische Herrschaftssystem und die systematische Diskriminierung von Frauen. „Schämt euch alle, wie leichtfertig Menschen ermordet werden. Lang leben die iranischen Frauen“, schrieb Azmoun in seinem inzwischen gelöschten Posting : „Wegen der Regeln der Nationalmannschaft durften wir nichts sagen, aber ich kann kein Schweigen mehr ertragen. Die ultimative Bestrafung wäre, dass sie mich aus dem Team werfen, was aber ein kleines Opfer im Vergleich zu jeder einzelnen Haarsträhne einer iranischen Frau wäre.“

FIFA-Boss Gianni Infantino hat nach einem Treffen mit Federico Villegas, Präsident des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, die Fortschritte im WM-Gastgeberland Katar betont. „Die Abschaffung des Kafala-Systems, die Einführung von Mindestlöhnen und die Maßnahmen zum Schutz gegen Hitze für Arbeiter gehören zu den positiven Veränderungen, die auch von unabhängigen internationalen Organisationen gelobt werden“, sagte Infantino in Genf. Im Mittelpunkt des Austauschs zwischen Infantino und Villegas habe die Rolle gestanden, „die der Fußball dabei spielen kann, die Menschenrechte zu verbreiten“, teilte die FIFA mit.

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