Familien-Drama um vermisste Ski-Bergsteigerin Hilaree Nelson – ihr Ehemann sucht sie am Manaslu

von Redaktion

Gibt es noch Hoffnung für Extrem-Skifahrerin Hilaree Nelson? Die US-Amerikanerin wird weiterhin auf dem Manaslu im Himalaja vermisst. Sie ist wohl nach dem Erreichen des achthöchsten Gipfels der Welt (8163 Meter) am Montag in eine Gletscherspalte gestürzt. Rettungsaktionen mit Hubschraubern dauern an, werden allerdings von schlechten Wetterverhältnissen behindert und machen kaum Fortschritte. Die 49-Jährige war mit ihrem Partner Jim Morrison unterwegs, er ist ebenfalls ein erfahrener Höhenbergsteiger.

Nelson, die zwei Kinder hat, schaffte als erste Frau die Gipfel der zwei Achttausender Mount Everest und Lhotse in weniger als 24 Stunden zu ersteigen – Weltrekord.

Doch diesmal kämpfte sie wohl mit ihrer Form. Sie fühle sich nicht so sicher „wie bei meinen vergangenen Abenteuern in der dünnen Luft des Himalaja. Die letzten Wochen waren ein ganz neuer Test für meine Widerstandsfähigkeit“, schrieb sie noch am Donnerstag bei Instagram. Den Gipfel erreichte sie mit ihrem Mann aber trotzdem, direkt nach dem Start der Abfahrt kam es dann aber zu einem Unfall. „Die beiden erreichten den Gipfel um 11.30 Uhr. Etwa 15 Minuten später erhielt ich einen Anruf aus dem Basislager, dass sie auf der anderen Seite des Gipfels herunterfiel“, berichtete Expeditionsleiter Jiban Ghimire von Shangri-La Nepal Trek. Laut Augenzeugen stürzte sie etwa 25 Meter nach unten und verschwand aus dem Sichtfeld. Morrison konnte die Abfahrt fortsetzen und hilft nun bei der Rettungsaktion.

Bitter: Er hat bereits seine Ex-Frau und die zwei gemeinsamen Kinder durch einen Flugzeugabsturz verloren.

Nahe des Basislagers hatte zur gleichen Zeit eine Eislawine mindestens einen Bergführer getötet und 14 Menschen verletzt. Es war ein tödlicher Morgen am Manaslu. kh

fotos: instagram, imago

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