Thomas Müller spielt immer, sagte einst Louis van Gaal. Jamal Musiala spielt immer, sagt nun Uli Hoeneß. „Wenn er so spielt wie heute, muss er bei Bayern München und in der Nationalmannschaft gesetzt sein“, erklärte der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters nach dem 3:3 der deutschen Nationalmannschaft gegen England. Dabei zeigte sich der 70-Jährige nicht nur beeindruckt von der Leistung Musialas auf dem Platz, sondern lobte vor allem die mentale Stärke des Offensivspielers. Ihm imponiere, führte Hoeneß aus, dass der 19-Jährige sich von der hohen Erwartungshaltung nicht aus der Ruhe bringen lasse: „Man hat ja gemeint, der Messias spielt jetzt bei der deutschen Mannschaft – und er hat dem Druck Stand gehalten.“ Musiala allerdings war der einzige Bayern-Profi, der von Hoeneß Extra-Lob bekam. Denn mit Blick auf die Lage der Liga und auch der Nationalmannschaft sagte er: Eine Steigerung sei „dringend notwendig“. Gelinge das im Verein, wo Thomas Müller und Co. nach vier Unentschieden hintereinander in der Bringschuld sind, habe das auch positive Auswirkungen auf die WM-Mission mit dem DFB-Team: „Wenn unsere Spieler Form kriegen, wird auch die Nationalmannschaft davon profitieren.“ Ohnehin ist Hoeneß – mit Blick auf die ebenso formschwache europäische Konkurrenz – überzeugt, dass die deutsche Elf bis zum ersten Gruppenspiel gegen Japan „in einer guten Verfassung“ sein werde. hlr