München – Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte es vergangene Woche bereits angedeutet, nun ist es traurige Gewissheit. Giulia Gwinn hat sich im Training der Nationalmannschaft einen Kreuzbandriss zugezogen und wird monatelang ausfallen. Die Außenverteidigerin des FC Bayern wurde bereits am Sonntag in der Privatklinik Hochrum in Innsbruck operiert. „Es bricht mir das Herz, meine Mannschaft in den kommenden Monaten nicht aktiv auf dem Feld unterstützen zu können… aber ich weiß ganz genau, wohin ich wieder zurück will“, schrieb die 23-Jährige am Montag auf Instagram.
Gwinn hatte sich bereits im September 2020 im Trikot des DFB-Teams das Kreuzband und weitere Bänder im rechten Knie gerissen und danach fast ein Jahr pausiert. Diesmal hat sie sich die Verletzung am linken Knie zugezogen. „Ich werde euch auf die Reise mitnehmen und ein weiteres Mal alles geben, um schnellstmöglich wieder bei meinen Mädels zu sein“, schrieb Gwinn, die sich für die vielen Nachrichten und Genesungswünsche bedankte.
„Das ist ein sehr harter Schlag für Giulia und wir fühlen alle mit ihr. Wir werden sie bei allem so gut wir können unterstützen und wünschen ihr viel Kraft“, sagte Bayerns Sportdirektorin Bianca Rech. Auch die Mannschaft und Trainer Alexander Straus trifft der Ausfall hart. Nachdem sich zuvor bereits Rechtsverteidigerin Hanna Glas eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, stehen mit Carolin Simon und Maximiliane Rall nur noch zwei Außenverteidigerinnen im Kader der Bayern-Frauen. Rall und Simon werden somit zumindest bis zum Wintertransferfenster alle Spiele in der Bundesliga, Champions League und im DFB-Pokal durchspielen müssen, oder Trainer Straus muss auf den Außenpositionen improvisieren. Viel passieren darf in der Defensive der Bayern-Frauen jedenfalls nicht mehr, weitere Ausfälle oder Verletzungen wären nur schwer zu verkraften. CHRISTIAN STÜWE