Tampere – Don Jackson hatte ja einiges in Bewegung gesetzt, um sich und seinen EHC Red Bull München in die bestmögliche Position zu bringen, im Rennen um diese verflixte Champions-League-Trophäe. Alles, was Rang und Namen hat, bot der Münchner Coach auf.
Doch manchmal ist nicht einmal alles genug – Jacksons Münchner verloren das finale Gruppenspiel beim finnischen Champion Tappara Tampere mit 0:4 (0:0, 0:3, 0:1). Nichts war’s also mit dem erhofften Gruppensieg, der EHC geht als Nummer zwei in die K.o.-Phase. Chris DeSousa nahm es einigermaßen verschnupft zur Kenntnis. „Wir haben nicht gerade ein großartiges Spiel gemacht, das ist klar“, sagte der Münchner Stürmer, „sie waren besser und deswegen haben sie verdient gewonnen.“
Dabei hatte sich die Sache vor 3913 Zuschauern gar nicht so schlecht angelassen. Wie die Gastgeber, boten auch die Münchner eine kompakte Defensivleistung – Torszenen blieben aber auf beiden Seiten Mangelware.
Bis zum zweiten Abschnitt, bis der Vorjahresfinalist vehement aufs Gas trat. Und die Partie binnen von nur gut zwei Minuten vorentschied. Ex-Weltmeister Veli-Matti Savinainen (24.) gab per Rebound den Dosenöffner, der kanadische Verteidiger Ben Thomas legte nach Traumkombination das 2:0 nach (26.).
Der EHC mühte sich, tat sich aber schwer, zwingende Chancen herauszuspielen. Und spätestens als Savinainen in doppelter Überzahl Treffer Nummer drei drauf-legte, waren auch die letzten Zweifel am Ausgang beseitigt. Casimir Jürgens legte im Schlussabschnitt sogar noch den vierten Treffer für die Finnen drauf. rp