Das Achtelfinale vor Augen

von Redaktion

Leipzig bringt sich per 2:0 in Glasgow in Position – der BVB verpasst den ersten Matchball

Dortmund/Glasgow – Borussia Dortmund hat den Achtelfinal-Matchball vergeben, RB Leipzig darf träumen: Während der BVB am 4. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den FC Sevilla hinauskam, holten die Leipziger im schottischen Hexenkessel einen wichtigen Sieg im Kampf um die K.o.-Phase. Bei Celtic Glasgow gewann der DFB-Pokalsieger am Dienstagabend mit 2:0 (0:0) und verschaffte sich damit eine sehr gute Ausgangslage im Rennen ums Weiterkommen.

Jude Bellingham (35.) bewahrte Dortmund nach dem Rückstand durch Tanguy Nianzou (17.) immerhin vor der zweiten Niederlage in der Gruppenphase. Das Hinspiel in Andalusien hatte der BVB in der vergangenen Woche noch deutlich mit 4:1 für sich entschieden. Manchester City hatte zuvor ohne Superstar Haaland 0:0 in Kopenhagen gespielt, ein Sieg hätte der Mannschaft von Edin Terzic daher zum Weiterkommen gereicht. Dortmund muss das Ticket für das Achtelfinale nun in den verbleibenden Partien gegen City oder zum Abschluss in der dänischen Hauptstadt lösen.

Mit nun sieben Punkten ist Dortmund weiterhin Zweiter in Gruppe G, Sevilla und Kopenhagen haben zwei Zähler. Ganz vorne liegt Manchester (10). In Gruppe F hat RB als Zweiter nun sechs Punkte auf dem Konto und darf ernsthaft von der nächsten Runde träumen. Gegen das bereits qualifizierte Real Madrid und Schachtjor Donezk kann das Team von Trainer Marco Rose das Überwintern in der Königsklasse perfekt machen.

Den erhofften Schwung nach dem Topspiel gegen Bayern München nahm der BVB vor 81 000 Zuschauern freilich nicht mit ins Spiel gegen Sevilla, immerhin sechsmaliger Europa-League-Sieger. Die Gäste präsentierten sich, anders als noch im Hinspiel ballsicher, die Dortmunder liefen erst einmal hinterher und taten sich unerwartet schwer.

Dann ging wieder einmal der seit Wochen bärenstarke Bellingham voran. Der 19-Jährige drückte eine Hereingabe von Thomas Meunier zum Ausgleich über die Linie. Nach einem klugen Rückpass von Julian Brandt verpasste der englische Nationalspieler die greifbar nahe Führung aus 18 Metern nur knapp (41.).

Für Leipzig trafen Nationalspieler Timo Werner (75.) und Emil Forsberg (84.) vor 60 000 Zuschauern im Celtic Park – und auf der Tribüne freute sich auch der künftige Sportchef Max Eberl, der individuell nach Schottland gereist war.

„Es ist davon auszugehen, dass die Post abgeht und es wild wird“, hatte RB-Trainer Marco Rose vor der Partie gesagt – und es ging tatsächlich sofort temporeich los. Der Japaner Daizen Maeda (1.) köpfte gleich im ersten Angriff nur knapp über das Leipziger Tor. Danach kontrollierte Leipzig aber den Ball, ohne sich zu Beginn richtige Großchancen zu erspielen. Währenddessen presste Celtic, suchte die Tiefe und wurde immer wieder immens gefährlich.

Nach der Pause kam Leipzig aber besser aus der Kabine und auch der lange glücklose Werner drehte auf. Nach seinem Tor legte der Star-Stürmer dann noch blitzsauber den Treffer von Forsberg auf.  sid

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