Belgrad – Keine Fans, keine Punkte – der 1. FC Köln hat im Kampf um das Achtelfinale in der Conference League einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach dem 0:2 (0:1) bei Partizan Belgrad sind die Chancen für das Team vonSteffen Baumgart auf die K.o.-Runde nur noch gering. Wie schon beim 0:1 daheim gegen Belgrad und beim 2:5 im Liga-Derby bei Borussia Mönchengladbach mussten die Kölner, die nach den Ausschreitungen von Nizza in der serbischen Hauptstadt ohne eigenen Anhang auskommen mussten, ihrer anhaltenden Personalnot Tribut zollen. Vor etwa 15 000 Zuschauern besiegelten die gegnerischen Torschützen Fousseni Diabaté (15. Minute) und Ricardo Gomez (52.) die dritte Kölner Niederlage binnen einer Woche.
Ohne die verletzten Jeff Chabot, Mathias Olesen, Jan Thielmann, Sebastian Andersson und Dejan Ljubicic erwischten die Kölner einen Fehlstart. Nach einem kapitalen Fehler von Abwehrspieler Timo Hübers war Diabaté zur Stelle und brachte den Gastgeber in Führung. Dieses frühe 1:0 spielte Partizan wie schon in Köln in die Karten. Bei allen Bemühungen kam der FC lange Zeit nicht zu Torchancen. Erschwert wurde das durch zwei jeweils rund zehnminütige Spielunterbrechungen, zu denen sich der Schiedsrichter aufgrund der von Pyrotechnik verursachten Nebelschwaden im Stadion gezwungen sah.
Erst in der zweiten Halbzeit bot sich den harmlosen Kölnern die Chance zum 1:1, durch Sargis Adamyan (47.), dessen Drehschuss jedoch zu harmlos war. Nur fünf Minuten später setzte sich Ricardo Gomes im Fünfmeterraum gegen drei Gegenspieler durch und erhöhte per Kopf zum 2:0 für Belgrad. dpa