München – Die Länderspielpause ist vorbei, doch der Schock nach dem Kreuzbandriss von Giulia Gwinn wirkt bei den Frauen des FC Bayern noch nach. „So etwas zu hören ist immer schlimm. Man kann sich in die Situation genau hineinversetzen. In einem Moment passiert etwas und dann weißt du genau, dass du die nächsten Monate raus bist“, sagt Maximiliane Rall: „Für uns als Mannschaft ist der Ausfall extrem bitter, weil Giuli eine absolute Stammspielerin ist. Und sie ist nicht Eins-zu-Eins zu ersetzen.“
Rall ist eine vielseitige Spielerin, die offensiv wie defensiv auf beiden Flügeln zum Einsatz kommen kann. Ex-Trainer Jens Scheuer ließ die 28-Jährige in der vergangenen Saison immer wieder stürmen, sie dankte es mit beachtlichen zwölf Saisontoren. In den nächsten Wochen und vielleicht sogar Monaten wird Rall jedoch nach den langfristigen Ausfällen von Gwinn und Hanna Glas als Rechtsverteidigerin gesetzt sein, genauso wie Carolin Simon auf der linken Seite. Die Belastung für das Duo wird groß, denn mit dem Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Sonntag (13 Uhr) beginnen die Englischen Wochen. Am Mittwoch steht am Bayern-Campus das Champions-League-Spiel gegen den schwedischen Meister FC Rosengard (18.45 Uhr) an, am Sonntag darauf dann das Bundesliga-Spitzenspiel in Wolfsburg.
Trotz dieser Herausforderungen gilt zunächst die volle Konzentration dem 1. FC Köln, der in dieser Saison mit Hoffenheim und Potsdam schon zwei Topteams bezwingen konnte und mit sechs Punkten als Verfolger der Bayern-Frauen auf Platz vier steht. „Wir wissen, was auf uns zukommt und müssen uns mit allen Kräften dagegenstemmen. Aber wenn wir unser Spiel spielen, haben wir die Qualität, um Köln zu besiegen“, sagt Maxi Rall, die für die nächsten Wochen vor allem einen Wunsch hat: „Wichtig ist, dass alle gesund bleiben und keine weiteren Verletzungen mehr dazukommen.“ cs