Spitzenkräfte für das Spitzenspiel

von Redaktion

Verletzte Bayern-Stars gegen Freiburg wieder mit an Bord – nur Neuer und Musiala wackeln

München – Gute Nachrichten von Thomas Müller (33). Nach seinen Rückenproblemen absolvierte der Bayern-Star am Freitagvormittag ein Lauftraining. Einem Einsatz am Sonntag (19.30 Uhr, DAZN) im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den SC Freiburg dürfte also wohl nichts im Wege stehen. Wieder als Mittelstürmer? Ganz vorne fühlt sich Müller wohl, wie bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung am Mittwoch in der Champions League in Pilsen (4:2) zu sehen war. Eine Variante, die auch Giovane Elber (50) gut findet. „Selbstvertrauen hat der Junge. Wenn er denkt, er kann die Rolle gut ausfüllen – wieso nicht? Thomas kann vorne überall spielen“, betont die Knipser-Legende.

Fakt ist: Nach dem Abgang von Robert Lewandowski (34) zum FC Barcelona, fehlt Bayern ein Superstürmer. „Robert ist eine Maschine. Der würde jeder Mannschaft fehlen“, sagt Ex-FCB-Angreifer Claudio Pizarro (44), der wie Elber am Freitag im Olympiastadion Werbung für das Legendenmatch am 23. Oktober (14.30 Uhr) gegen 1860 München machte. Beide Südamerikaner sind aber der Meinung, dass Bayern genügend torgefährliche Offensiv-Stars im Kader hat. „Wir haben viele Stürmer, die auf verschiedenen Positionen spielen können“, so Pizarro.

Und auch sonst hat sich die personelle Lage etwas entspannt. Die zuletzt fehlenden Matthijs de Ligt (muskuläre Probleme an der Hüfte), Serge Gnabry (Kapselverletzung am Knie) und Alphonso Davies (Schädelprellung) stehen vor einer Rückkehr. Offen ist, ob Kapitän Manuel Neuer (Schulter) spielen kann und ob Jamal Musiala nach Corona-Infektion wieder eine Kader-Option ist.

So oder so, der SC Freiburg fährt ohne Angst nach München: „Wir stehen super da und haben nichts zu verlieren“, sagte Torwart Mark Flekken zur Ausgangslage des Sport-Clubs, der aktuell auf Tabellenplatz zwei hinter Union Berlin steht und zwei Punkte Vorsprung auf Bayern hat. Man müsse sich „auch nicht verstecken“, so Flekken. Im Gegensatz zum FCB, der nur eines seiner vergangenen sechs Ligaspiele gewann, sind die Freiburger seit elf Pflichtpartien ungeschlagen, am Donnerstag zeigten sie in der Europa League dem FC Nantes (4:0) deutlich seine Grenzen auf. Der Einzug in die K.o.-Phase steht damit frühzeitig fest. „Niemand hätte gedacht, dass es so gut läuft“, sagte Trainer Christian Streich nach dem historischen Erfolg der Breisgauer auf europäischer Bühne.

SC-Sportvorstand Jochen Saier hofft, „dass wir das Spiel zu einem Topspiel machen können“. Er warnte aber auch vor den Bayern, die nur eines der vergangenen sechs Liga-Partien gewinnen konnten. „Wenn sie angestochen sind, dann kann es auch brutal werden. Aber es liegt an uns“, sagte Saier.

Streich verzichtete dennoch auf eine Kampfansage: „Wir mussten viel mehr Kraft lassen als die Bayern in der Champions League in Pilsen“, sagte er.  pk, bok

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