München – Auch das noch! Offensivtalent Milos Cocic, 19, verletzte sich im Training schwer am Fuß, fällt wohl für den Rest des Jahres aus. Der Löwen-Kader für Osnabrück stellte sich fast von alleine auf, denn neben Cocic musste auch ein bewährtes Trio in München bleiben: Kapitän Stefan Lex, Daniel Wein und Fabian Greilinger. Alle drei sind angeschlagen. Dazu kommt Torjäger Marcel Bär, der erst seit dieser Woche wieder mit dem Ball trainiert. Gut für Michael Köllner, dass wenigstens die Defensivstützen Leandro Morgalla, Quirin Moll und Phillipp Steinhart wieder voll belastbar sind. Der Trainer sagt: „Wir brauchen Spieler, die dem Druck standhalten können.“
Er selber muss das auch, nachdem sein Team von den letzten fünf Pflichtspielen nur eines gewonnen hat. Der Respekt vor dem VfL und der Atmosphäre im „Kultstadion“ (Köllner) an der Bremer Brücke ist groß. Gut vorstellbar daher, dass der Coach das Team defensiver als zuletzt ausrichtet. Die Alternative zum 4-1-4-1 heißt 3-4-1-2. Mit diesem System hat Köllner schon vor einem Jahr eine schwere Krise gestoppt – mit den Jahresabschluss-Zunull-Siegen in Dortmund und bei den Würzburger Kickers.
Köllner weiß, dass 1860 auf einen unberechenbaren Gegner trifft. Die jüngsten Ergebnisse des VfL: 5:0 gegen Mannheim und 2:3 in Dresden (nach 2:0-Führung). Das Ziel ist klar: „Wir wollen in Osnabrück aktiv unterwegs sein und punkten.“ ulk