Dortmund/Leipzig – Einer sicher im Achtelfinale, der andere hat es zum Greifen nah – das ist die Bilanz der beiden deutschen Clubs Dortmund und Leipzig, die am Dienstagabend den 5. Spieltag in der Champions League bestritten.
Etappenziel statt Zitterspiel: Ein grandioser Gregor Kobel, der einen Foulelfmeter von Mahrez hielt, hat die Tormaschine Manchester City lahmgelegt und Borussia Dortmund vorzeitig ins Champions-League-Achtelfinale geführt. Beim Wiedersehen mit Erling Haaland erkämpfte der BVB auch dank Kobels Elfmeterparade ein 0:0 gegen Manchester City – der Punkt genügte, um sich in einem elitären Zirkel weiter aus der „Schatzkiste“ Königsklasse zu bedienen.
Das Gruppenfinale beim FC Kopenhagen am 2. November ist zur Freude der Dortmunder kein Endspiel, sondern sportlich bedeutungslos: Weil Kobel beim Foulelfmeter von Riyad Mahrez (58.) die Ecke ahnte. Das nötige Unentschieden gegen den Gruppensieger verdiente sich der deutsche Vize-Meister vor 81 000 Zuschauern mit Leidenschaft und defensiver Wucht, auch wenn City nicht immer richtig ernst zu machen schien. Nach unauffälligen 45 Minuten war der gefürchtete Haaland in der Kabine geblieben.
Die Südtribüne empfing den Rückkehrer freundlich, so, wie es Edin Terzic angekündigt hatte. Haalands Qualitäten als Mensch und Spieler hatte der Trainer vorab noch einmal hervorgehoben – dennoch galt es, den norwegischen Torefresser zu stoppen. Dies sei „eine Riesenchallenge“, sagte Kobel. Von wegen: Die Bewachung teilten sich Mats Hummels und Nico Schlotterbeck gut auf, Niklas Süle verteidigte in der Viererkette erneut rechts und überzeugte dabei.
RB Leipzig hat mit einer eindrucksvollen Leistung Titelverteidiger Real Madrid entzaubert, den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League aber knapp verpasst. Die Sachsen fügten den Königlichen beim 3:2 (2:1) die erste Niederlage nach zuvor 16 Pflichtspielen ohne zu. Weil Schachtjor Donezk parallel aber 1:1 bei Celtic Glasgow spielte, ist Leipzig trotz drei Punkten Vorsprung auf die Ukrainer noch nicht durch. Josko Gvardiol (13. Minute), Christopher Nkunku (18.) und Timo Werner (81.) schossen vor 45 228 Zuschauern die Tore für das Team von Trainer Marco Rose. Vinicius Júnior (44.) und Rodrygo (90.+4) per Elfmeter trafen für Real. Nächste Woche Mittwoch würde Leipzig im letzten Gruppenspiel ein Remis bei Schachtjor für den Einzug in die K.o.-Phase reichen.
Leipzig-Trainer Marco Rose feuerte seine Spieler von der Seitenlinie aus immer wieder an, ging mit, forderte eine höhere Aggressivität im Spiel gegen den Ball. Auch personell legte der Coach nach und brachte unter anderem den von einem Infekt genesenen Werner sowie Spaniens Nationalspieler Dani Olmo. dpa