GLOSSE
Wenn sich Manuel Neuer (36) künftig zu Hause am Tegernsee vor seinen Fitnesspiegel eines Fit-Tech-Giganten, in den er investiert hat, stellen wird, könnte es gut sein, dass er jede seiner Poren ganz genau beobachtet. Denn Neuer, in seinem Hauptberuf Torhüter des FC Bayern München und der Nationalmannschaft, hat zusammen mit einer gewissen Angelique Kerber (34) eine Firma gegründet, die Pflege- und Sonnenschutzprodukte für die Haut vertreibt.
Die Kielerin, die derzeit pausiert und ihr erstes Kind erwartet, spielt eigentlich professionell Tennis. Weil sie dort „,mehrmals täglich unter der Dusche“ steht, macht Kerber jetzt auch in Haut. Diese wird laut Neuer, der seine Geschäftspartnerin schon vor Jahren bei einem Bayern-Spiel kennenlernte, auf „auf extremste Weise strapaziert“. Denn – aufgepasst – seine Leidenschaft für den Fußball sei auch sein „größter Gegner.“
Klingt alles ziemlich bedrohlich, bleibt nur zu hoffen, dass die FFP2-Masken, die Neuer seit über zwei Jahren mit einem Freund produziert, nicht im Gesicht reiben. Zum Glück gibt es auch hier eine Lösung. Wenn der legitime Titan-Nachfolger (haben Titanen eigentlich auch Hautprobleme?) sich mal nicht sicher ist, ob er den Virusschutz tragen soll oder nicht, kann er seine Fans in seiner eignen App „Manu Interacts“, ein Produkt eines Startups, in das er investiert hat, abstimmen lassen.
Ein Gutes hat die Sache noch: Früher, zu Titan-Zeiten, mussten aufstrebende bayerische Nachwuchskräfte im Kampf mit den etablierten Heroen sogar um ihr Handtuch fürchten – frag nach bei Bastian Schweinsteiger. Jetzt dürfte Neuer für genug Pflegeprodukte sorgen, sofern die des Club-Sponsors nicht ausreichen. Ob die freilich alle in die kleinen, sündteuren Kosmetiktäschchen passen, die die Stars durch die Arena tragen, ist eine andere Frage.