Tatabanya – Kämpferisch stark, spielerisch noch mit Luft nach oben: Deutschlands Handballerinnen haben im letzten Test vor der Europameisterschaft einen Erfolg verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch trennte sich bei einem Drei-Nationen-Turnier im ungarischen Tatabanya mit 29:29 (15:16) in einem echten Härtetest von Rumänien.
Beste Torschützin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war vor nur 285 Zuschauern Kapitänin Alina Grijseels mit acht Treffern. Am Montag hatte das deutsche Team bei dem Drei-Nationen-Turnier den Gastgeber mit 31:20 bezwungen.
So reist die DHB-Auswahl am Donnerstag mit noch Bedarf zum Feintuning in den Vorrundenspielort Podgorica, wo sie am Samstag (20.30 Uhr/Sportdeutschland.tv) gegen Polen startet. Weitere Gegner der ersten EM-Phase sind Gastgeber Montenegro (Montag, 18 Uhr) und Spanien (Mittwoch, 20.30 Uhr).
Gaugisch nutzte die temporeiche Partie gegen Rumänien, um durchzuwechseln und seinen Spielerinnen die Gelegenheit zu geben, auf EM-Temperatur zu kommen.
Ein Ziel hat der DHB für die EM nicht ausgegeben. Zumindest insgeheim hofft man aber auf die erste Medaille bei einem Großereignis seit WM-Bronze 2007. Für einen möglichen Titelgewinn hat der Verband für wie zuletzt bei den Männern 250.000 Euro an Prämien ausgelobt. Was zum einen ein zusätzlicher Antrieb sein dürfte, wurde von den Kapitäninnen Emily Bölk und Alina Grijseels auf dem Weg zum Equal Pay auch als ein „starkes Signal“ gewertet. sid