München – Manuel Neuer hatte Krebs. Bereits vergangenes Jahr im Dezember, als der Kapitän des FC Bayern und der Nationalmannschaft vor dem Duell in der Königsklasse gegen Barcelona mit einem Pflaster unter dem rechten Auge abgelichtet wurde, gab es erste Gerüchte rund um eine Erkrankung. Jetzt, knapp ein Jahr später, hat der 36-Jährige die Diagnose öffentlich gemacht – in einem Instagram-Video zur Präsentation einer neuen Hautpflegelinie, die er zusammen mit der Tennisspielerin Angelique Kerber entwickelt hat.
„Wir haben beide eine ganz persönliche Vorgeschichte, was Hautkrankheiten betrifft. Bei Angelique ist es eine sonnenbedingte Hyperpigmentierung und in meinem Fall Hautkrebs im Gesicht, an dem ich bereits drei Mal operiert werden musste“, so der 36-Jährige in besagtem Video. Und weiter: „Da wir ständig draußen trainieren, spielen und auch unsere Freizeit gerne in der Natur verbringen, ist es für uns essenziell, mit modernen Sonnenschutzfiltern und mit Lichtschutzfaktor 50+ zu starten.“
Glücklicherweise hindern die drei OPs den Nationaltorhüter nicht daran, weiter seinen Beruf ausüben zu können. Die Narbe unter seinem rechten Auge ist nach wie vor deutlich sichtbar, erst jetzt weiß man jedoch genau, was es mit ihr wirklich auf sich hatte. Mit seiner Entscheidung, jetzt damit an die Öffentlichkeit zu gehen, will Neuer anlässlich seiner neuen Kosmetiklinie mehr Bewusstsein für die Erkrankung schaffen. Auf Instagram schreibt er bezugnehmend auf die neuen Produkte: „Heute starten wir mit Newkee (abgewandelt aus Neuers und Kerbers Nachnamen) eine essenzielle Unisex-Hautpflegelinie, die ich zusammen mit Angelique Kerber und den Experten von Paedi Protect entwickelt habe. Unser größtes Anliegen: ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper und der Umwelt. 100 Prozent vegan. 100 Prozent mikroplastikfrei. 100 Prozent parfümfrei.“
Zur Schulter der Nation gibt es derweil nur gute Nachrichten: Gestern konnte der Schlussmann das gesamte torwartspezifische Training inklusive Flugeinlagen absolvieren, darauf nahm Neuer – allerdings nur mit dem Fuß – am Reservistentraining teil. Trainer Julian Nagelsmann stellte sogar ein Comeback am Samstag bei der Berliner Hertha in Aussicht.
J.C. MENZEL LÓPEZ, P. KESSLER