Spanische Krise: „Katastrophe des Jahrhunderts“

von Redaktion

Barcelona/Madrid – Was ist nur mit dem spanischen Fußball los? Real Madrid wird der einzige Vertreter von LaLiga im Achtelfinale der Königsklasse sein, womit selbst die portugiesische Liga mit Benfica Lissabon und Porto mehr Teams in die Runde der letzten 16 schicken wird als das Land des Titelverteidigers. Barca und der FC Sevilla werden künftig Real Betis und Real Sociedad in der Europa League Gesellschaft leisten, für Atletico Madrid ist die Tour durch Europa nach dem letzten Platz in Gruppe B schon komplett vorbei. Spanien in der Fußballkrise.

Die Tageszeitung „El Mundo“ sprach von der „Katastrophe des Jahrhunderts für den spanischen Fußball“ und verwies darauf, dass es eine derart schlechte Bilanz seit 24 Jahren nicht mehr gegeben hatte. Letztmals gab es in der Saison 98/99 nur einen Vertreter der Primera Division im CL-Achtelfinale, auch damals handelte es sich um Real Madrid. Für die Königlichen war dann aber im Viertelfinale gegen Dynamo Kiew (1:1, 2:0) ebenfalls Schluss.

„Zufall oder ernsthaftes Problem?“, fragt „El Mundo“ mit Blick auf die aktuelle spanische Krise. „Ist die monetäre Dominanz der Premier League nur von kurzer Dauer oder wird sie länger anhalten?“

Fakt ist: Lediglich Real Madrid verzeichnet konstanten Gewinn, die übrigen Topclubs wie vor allem Barcelona und Sevilla geraten immer mehr in einen Schuldenstrudel. Dies hat auch Konsequenzen für den Länder-Koeffizienten der UEFA, wo Deutschland den zweitplatzierten Spaniern dicht auf den Fersen ist.  lop

Artikel 10 von 11