DHB-Frauen zittern sich weiter

von Redaktion

21:23-Niederlage gegen Spanien reicht

Podgorica – Hauptrunde statt Heimflug: Deutschlands Handball-Frauen haben sich bei der Europameisterschaft in die nächste Runde gezittert. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch verlor gegen den WM-Vierten Spanien im abschließenden Vorrundenspiel zwar mit 21:23 (10:11), beendete die erste Turnierphase aber dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Polen auf dem dritten Platz der Gruppe D.

Beste deutsche Werferin in Podgorica war Kapitänin Alina Grijseels mit sechs Toren. Xenia Smits sicherte 20 Sekunden vor Schluss das Weiterkommen. Das deutsche Team lieferte im Alles-oder-Nichts-Spiel eine wechselhafte Vorstellung und wirkte über die gesamte Spielzeit nervös. Zahlreiche Fehler im Offensivspiel verhinderten ein besseres Ergebnis. Schon eine Niederlage mit vier Toren hätte das Vorrunden-Aus bedeutet.

Doch so startet die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) ohne Punkt in die zweite Turnierphase in Skopje. Dort geht es am Freitag zunächst gegen die Niederlande (2:2), weitere Hauptrundengegner sind Olympiasieger Frankreich (4:0) am Dienstag und Rumänien (0:4) am Mittwoch. Montenegro (4:0) und Spanien (2:2) komplettieren die deutsche Hauptrundengruppe. Die ersten beiden Teams ziehen ins Halbfinale ein.

„Wir gehen Vollgas und spielen auf Sieg“, hatte Gaugisch, für den es das erste Turnier als DHB-Coach ist, vor der Partie angekündigt. Er habe in den bisherigen Spielen eine Mannschaft erlebt, „die in Drucksituationen schon viele gute Momente hatte“.

Doch Deutschland tat sich gegen die offensive spanische Deckung enorm schwer. Von Beginn an entwickelte sich ein echtes Nervenspiel, in dem Deutschland vor der Pause nur ein einziges Mal führte (4:3 durch Grijseels).

Auch im zweiten Durchgang fand das deutsche Team zunächst zu selten die richtigen Lösungen. Zwar übernahm Grijseels nun endgültig das Zepter und brachte ihre Mannschaft nach kurzfristigem Drei-Tore-Rückstand (12:15) zurück ins Spiel. Doch Spanien zeigte sich auch vom deutschen Ausgleich (15:15) unbeeindruckt und ging mit einer Drei-Tore-Führung in die letzten zehn Minuten (21:18). Smits beendete das große Zittern.  sid

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